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Eren Derdiyok trifft mit Hoffenheim auf seinen Ex-Klub Leverkusen. Überzeugen konnte er bisher noch nicht. Wann kann man mit der Lestungsexplosion des Schweizers rechnen?

Sinsheim. Sein Fallrückziehertor im Oktober 2011 im Spiel zwischen Leverkusen und Wolfsburg wird wohl auch in den nächsten Jahrzehnten immer wieder in Bundesligarückblicken auftauchen. Von diesen magischen Momenten lieferte Eren Derdiyok bisweilen aber eindeutig zu wenig, als dass auch in anderen Hinsichten über ihn geredet werden könnte. Nun spielt er in Hoffenheim - und wartet weiter auf seinen Durchbruch...

Stammplatz futsch

Nach seinem Wechsel im Sommer von Leverkusen nach Hoffenheim, erhofften sich viele Anhänger einen echten Torjäger, der regelmäßig einnetzt. Derdiyok konnte bislang allerdings nicht überzeugen und traf in zehn Pflichtspielen nur ein Mal. Zuletzt saß er auch immer wieder nur auf der Bank und musste seinen Platz in der Startelf räumen, verdrängt durch den Spanier Joselu.

Weiter mit Selbstvertrauen

„Nachdem der Trainer ein paar Wechsel vorgenommen hat, ist es natürlich schwerer, wenn man ins Spiel rein kommt oder nicht spielt, zu treffen. Aber ich bin dran geblieben und habe daran geglaubt. Leider hat mein erstes Tor gegen Wolfsburg nichts gebracht. Ich hätte gehofft, dass wir noch etwas reißen aber es war zu spät. Trotzdem ist es gut für mich. Ich habe Selbstvertrauen und es zeigt mir, dass ich noch Tore schießen kann“, so der 24-Jährige.

Die ersten Probleme

2009 wechselte Derdiyok vom FC Basel in die Bundesliga. In seiner ersten Saison bei Leverkusen zeigte er starke Ansätze und verdrängte Patrick Helmes und Theofanis Gekas auf die Bank. Auch sein Anteil an der Herbstmeisterschaft der Rheinländer war nicht gering. Mit der Zeit tauchten dann aber auch die ersten Probleme auf. Dem Stürmer wurde aus Fanreihen vorgeworfen, dass er nicht mit Herzblut bei der Sache sei. Und auch auf dem Spielfeld zeigte sich Derdiyok in einigen Situationen sehr egoistisch und überheblich.



Neues Glück im Kraichgau

Schnell hatte der kurdischstämmige Derdiyok Spitznamen wie „Diva“ inne. Zwischen Genie und Wahnsinn war es die Unkonstanz, die Derdiyok in Leverkusen schließlich das Genick brach. Mit Hoffenheim war schnell ein dankbarer Abnehmer gefunden. Im Kraichgau hoffte man, mit den Transfers von Derdiyok und auch Tim Wiese oder Takashi Usami, ein Zeichen an die Konkurrenz setzen zu können. Oben mitspielen war das Ziel - also ganz nach Derdiyoks Geschmack.

Kredit schon aufgebraucht?

Bisher läuft dieses Unterfangen allerdings suboptimal. Die Mannschaft sucht sich noch, die individuelle Klasse der Einzelnen hat sich noch nicht auf das Gesamtspiel des Teams übertragen. Und auch Derdiyok hatte so seine Startschwierigkeiten, der Kredit bei den Fans scheint so langsam aufgebraucht. Vom einstigen schweizer Supertalent ist bisher noch nicht viel zu sehen.

Durchbeißen

Doch aufgeben wäre nicht im Sinne Derdiyoks - dafür ist er sicherlich zu stolz. Über eine mögliche Rückkehr in die Schweiz, über die zuletzt immer wieder spekuliert worden ist, will Derdiyok momentan nichts wissen: „Im Moment kommt das gar nicht infrage. Ich bin erst neu hergekommen und wir haben klare Ziele.“ Nun gilt es für Hoffenheim, dese Ziele in Angriff zu nehmen. Und Derdiyok soll dabei eine große Rolle spielen. Das Potenzial ist ohne Frage vorhanden und wer weiß - velleicht erobert er ja bald wieder mit einem Traumtor die Herzen Fußballdeutschlands...

EURE MEINUNG: Schlägt Eren Derdiyok in Hoffenheim noch ein?

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