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Die Streitereien des BVB-Trainers mit den Referees während der Spiele sollen Auswirkungen auf die Gewaltbereitschaft in unteren Ligen haben. Dortmund-Boss Watzke dementiert.

Dortmund. Lutz Michael Fröhlich, Leiter der Abteilung Schiedsrichter beim DFB, übte Kritik am Verhalten von Jürgen Klopp. Die häufigen Auseinandersetzungen des Trainers von Borussia Dortmundmit den Unparteiischen könnten demnach zu tätlichen Übergriffen in unteren Fußballligen führen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wies die Vorwürfe zurück.

Klopp Schuld an „gewaltsamen Exzessen“

Fröhlich brachte seine Besorgnis im Gespräch mit der Bild zum Ausdruck: „Auch wenn der Trainer Klopp sich hinterher immer hinstellt und sagt: ‚tut mir Leid‘, am Ende ist es so: es bleibt immer irgendetwas hängen. Das Verhalten, was da an den Tag gelegt wird zum Teil, hat so ein aggressives Potenzial, dass daraus gewaltsame Exzesse an der Basis erwachsen können.“

Watzke: „Klopp ist nicht aggressiv“

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke konterte nun die Vorwürfe und verwies dabei auf die Fair-Play-Wertung: „Starker Tobak und in meinen Augen völlig daneben, weil hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Herr Fröhlich soll sich mal ansehen, dass wir seit Jahren die Fairness-Tabelle anführen, auch in dieser Saison stehen wir wieder ganz oben.“ Dies sei nicht zuletzt auch ein Verdienst des Trainers: „Jürgen Klopp ist engagiert und impulsiv während eines Spiels, aber nicht aggressiv.“

„Schiedsrichter werden attackiert“

Fröhlich, der zwischen 1994 und 2002 als FIFA-Schiedsrichter tätig war, zeigte sich von Watzkes Argumentation nur wenig beeindruckt: „Das Risiko ist groß, dass schnell aus Verbal-Draufhauen nur noch Draufhauen wird. Und dann werden Schiedsrichter in den Kreisligen attackiert.“

Fröhlich bekommt Unterstützung

Der 55-Jährige ist nicht der Einzige, dem das Verhalten des BVB-Trainers ein Dorn im Auge ist. So forderte DFB-Schiedsrichter Felix Zwayer Konsequenzen für Klopp: „Eine absolute Katastrophe. Gegen so ein Verhalten werden und müssen wir vorgehen.“

Gerald Bothe, seit 14 Jahren Schiedsrichter in Berlin, berichtete zudem im Radio über den Ernst der Lage: „Was in der Bundesliga passiert, wird gleich 1:1 am nächsten Wochenende umgesetzt.“ Der 52-Jährige wurde im Jahr 2011 mit einem K.o.-Schlag am Kopf schwer verletzt.


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