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Nach der 0:2-Niederlage in Düsseldorf gingen die HSV-Akteure hart mit sich ins Gericht. Manager Frank Arnesen setzte einen drauf und kritisierte sein Team „unfassbar“ deutlich.

Düsseldorf/Hamburg. Nach der 0:2-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf hängt der Haussegen beim Hamburger SV ordentlich schief. Kapitän Heiko Westermann und HSV-Boss Frank Arnesen tobten, weitere Akteure stimmten mit ein.

Berg bemängelt Spielauffbau

Markus Berg war einer der ersten, die sich in der Mixed Zone vor die Journalisten traute. „Wir haben die Bälle nicht gewonnen und keine richtige Chance herausgespielt“, ärgerte sich der schwedische Stürmer und ergänzte: „Wir müssen bessere Chancen kreieren und mehr Tore schießen. Die zweite Halbzeit war besser, aber nicht gut.“ Dennis Aogo führte die bittere Spielanalyse fort: „Zu Beginn haben wir das ordentlich gemacht, aber den einen oder anderen Ballverlust zuviel im Zentrum gehabt.“

Aogo dämpft die Erwartungen

In Sachen Erwartungshaltung schraubte Aogo mächtig runter. „Wir können nicht vor dem Spiel von Europa League quatschen und nach dem Spiel wieder nach unten schauen.“ Rafael Van der Vaarts Fazit fiel etwas kürzer aus. „Die erste halbe Stunde waren wir eigentlich gut, wir waren überlegen und die waren schlecht.“

Kapitän Westermann sauer auf Teammoral

Kapitän Heiko Westermann fand deutlichere Worte: „Düsseldorf hat 90 Minuten gekämpft, sonst nicht viel gemacht, sie hatten nur zwei Chancen, aber die haben sie auch genutzt.“ Hamburgs Verteidiger ärgerte sich über die Einstellung seines Teams. „Man kann hier nicht zu so einer Mannschaft kommen und erwarten, dass man sie locker runterspielt.“ Westermann weiter: „Ich verstehe nicht wieso wir keinen einfachen Fußball spielen.“ In Normalform, so ist sich Westermann sicher, „hätte Düsseldorf heute nie gegen uns gewonnen.“

Einstellung macht Arnesen wütend

Einer war nach dem Spiel aber richtig bedient. HSV-Manager Frank Arnesen hatte Mühe seinen Zorn bedeckt zu halten. „Bei mir herrscht große Enttäuschung. Wir haben nicht schlecht angefangen und alles unter Kontrolle gehabt. Dann haben wir alles weggegeben.“ Arnesen weiter: „Für mich ist das unfassbar.“ Der Däne war vor allem bedient von der Moralvorstellung der Hamburger: „Man kann immer verlieren, aber nicht so. Das ist unglaublich.“

Deutliche Worte vom HSV-Manager

Arnesen kritisierte, es sei weder „Konzentration“ noch „Mentalität“ zu spüren gewesen, sodass er sich sicher ist: „Heute hätten wir nicht mal gegen eine Straßenmannschaft gewinnen können mit so einer Einstellung.“ Angesichts dieser deutlichen Worte darf hintefragt werden, ob der HSV bis zum Schalke-Spiel statt an der Taktik, vielleicht doch eher an der Teammoral arbeiten wird. Arnesen: „Ich habe immer gesagt, zuerst kommt zählt die Einstellung, dann die Qualität. Mit 80 Prozent oder weniger geht das einfach nicht.“

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