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Bayern spielte bis Ende Oktober unheimlich gut, dann kam der elfte Monat des Jahres. Nun reist das offensiv- und spielstarke Hannover in München an, ausgerechnet im November.

München. Am Samstagnachmittag treffen sich Hannover 96 und Bayern München, die in dieser Saison beide sehr offensiv spielten, was nicht nur die Anzahl der Tore verdeutlicht. Die Elf von Jupp Heynckes erzielte die meisten Tore, jene von Mirko Slomka die drittmeisten. Es verspricht eine sehr spannende Partie in der Allianz Arena zu werden.

Starke Bayern-Saison bis zum November

Die Bayern spielen in dieser Saison stark, nimmt man den November aus dieser Statistik, beeindruckten sie durch eine sicher stehende Defensive und eine gefährliche Offensive. Die Doppelsechs mit Schweinsteiger und zum Beispiel Javi Martinez sichert sowohl nach hinten ab, ist aber auch genauso im Aufbauspiel stark involviert. Jupp Heynckes lässt seine Offensivspieler in defensiven Rollen spielen, so ließen sich Mandzukic als auch Pizzaro immer wieder zurückfallen, boten sich als Anspielstation schon früh an.

Doch in diesen Tagen, die bekanntlich alle im November liegen, tat sich Bayern schwer. Ende Oktober knackte Bayer Leverkusen durch ein intelligentes Spiel die Taktik der Bayern. Sie bauten ein Netz in der eigenen Hälfte, in dem jeder angreifende Spieler mehr oder weniger durch drei verteidigende Spieler gedeckt beziehungsweise bedrängt wurde. Sie machten so die Räume zu und brachten die Hausherren zur Verzweifelung.



Hannover spielt mehr auf Ballbesitz als früher

Nun kommen die Hannoveraner nach Bayern. Sie haben in den letzten Spielzeiten durch ein offensives und schnelles Spiel beeindruckt, vor allem das zügige Umschalten von Defensive auf Offensive machte dem einen oder anderen Gegner zu schaffen. Darunter waren auch die großen Bayern aus München. Zuletzt gerieten sie gerade in Hannover unter Druck und mussten auswärts zweimal als Verlierer vom Platz. Das letzte Spiel war jedoch ein 2:1-Heimsieg der Heynckes-Elf.

Die Niedersachsen agieren inzwischen mehr auf den Ballbesitz als auf das schnelle Konterspiel, wobei sie noch immer von der Defensive auf die Offensive in hohem Tempo wechseln. Ein ganz wichtiger Spieler ist Mame Diouf, dies unterstrich er in den vergangenen Wochen erneut. Er ist der Vollstrecker und auch wenn er in den letzten beiden Spielen nicht getroffen hat, kann er jede Abwehr zur Verzweifelung bringen.

Schlaudraff ist Kreativzentrale

Die Kreativität im Spiel der Niedersachsen ist an der Person von Jan Schlaudraff festzumachen, der in der Partie an alter Wirkungsstätte erneut topmotiviert sein wird. Aber auch Huszti zieht es immer wieder in das Zentrum, wo er ebenso als Spielgestalter auftritt und Tore vorbereitet. So erobert er die Kugel vom Gegner, bewies immer ein gutes Auge und läuft enorm viel. Zudem hat der Ungar einen starken Schuss. Die Außen sind auf Seiten der Hannoveraner gefährlich, denn Rausch verlässt bei Angriffen auch schon mal die Abwehrkette und geht nach vorn.

Die Angriffe der Bayern werden im Zentrum von Pinto als Abräumer gestoppt werden. So entsteht dort eine Überzahl, denn hinter ihm agieren noch die beiden Innenverteidiger Haggui und Eggimann. Die Kette an sich orientiert sich immer an der gefährlichsten Zone des Gegners, also dem Bereich, in dem in Tornähe die meisten Angreifer lauern. Stets rückt ein Verteidiger aus der Kette heraus, entweder ein ballnaher Spieler, um den angreifenden Außen direkt zu attackieren oder ein ballferner, der die Flanken oder Pässe abfangen soll. So spielen sie in der Defensive auf die Eroberung des Balls, um dann mit dem gewonnenen Leder einen Angriff einzuleiten.

Slomka-Elf kann es Leverkusen gleich tun

Hannover kann die Bayern durch ihr Gegenpressing und ihre saubere Defensivarbeit unter Druck setzen, wichtig wird sein, schnell das Spiel zu stören und sein eigenes zu gestalten. Nürnberg attackierte früh, wenn auch sehr hart, aber am Ende sehr erfolgreich. Hier ist das Rezept. Die Kicker des Rekordmeisters brauchen Räume um zu zaubern, werden diese zu gestellt, tun sie sich sehr schwer. Nach Leverkusen und Nürnberg hat Hannover 96 mehr als nur das Zeug dazu, gegen die Bayern zu punkten.

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