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Laut einer Tabelle der Bild sind die Fans von Eintracht Frankfurt und Dynamo Dresden am ehesten dazu bereit, gewalttätig zu werden.

Berlin. Immer wieder gibt es beunruhigende Berichte über gewaltbereite Fußballfans. Bildveröffentlichte dazu heute die bisher geheim gehaltene Liste aus dem Bericht der „Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze“ der Polizei.

Anstieg um 918 Gewalt-Fans im Vergleich zur Vorsaison

Für die Saison 2011/2012 wurden insgesamt 10603 Fans für die 1. und 2. Bundesliga als Gewalt-Fans eingestuft. Die Polizei unterscheidet dabei zwischen 7830 „Kategorie B-Fans“ (gewaltbereit) und 2783 „Kategorie C-Fans“ (gewaltsuchend). Damit stieg die Zahl der Personen um 918 im Vergleich zur Vorsaison.

Frankfurt und Dynamo Dresden führen die Tabelle an

Sportlich könnte es für Eintracht Frankfurt kaum besser laufen, die Hessen stehen an Rang 3 der Tabelle. Doch kein Verein hatte 2011/2012 so viele Gewalt-Fans wie die Eintracht mit insgesamt 630 gewaltbereiten Anhänger (500 gewaltbereit; 130 gewaltsuchend).  Sie feiern sich offen als „Randale-Meister“, was ein schlechtes Bild auf den Verein wirft. Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen sagte dazu: „ Eintracht Frankfurt gilt bundesweit als der unsympathischste Verein – aufgrund der Fans.“ Jedoch müsse berücksichtigt werden, dass Frankfurt wesentlich mehr Zuschauer habe, als beispielsweise Wolfsburg und somit auch eine größere Zahl von Gewalt-Fans.

Auf Rang zwei liegt Dynamo Dresden mit 610 als gefährlich eingestuften Fans (500 gewaltbereit; 110 gewaltsuchend). Zuletzt waren Dresdner Ultras an Ausschreitungen beim Pokalspiel in Hannover beteiligt, das DFB-Urteil steht noch aus. Der Verein behielt sich Angaben zu der Polizei-Statistik vor.

Was kann gegen die Gewalt im und am Stadion unternommen werden?

Schon seit einiger Zeit werden Mittel und Wege gesucht, die Gewalt in den Stadien einzudämmen und somit die friedlichen Fans zu schützen. Viele Vereine suchen das Gespräch mit den Ultras. „Der Dialog mit den Fans und die konsequente Verfolgung jeder Straftat sind aus unserer Sicht der richtige Weg“, so Hertha-Geschäftsstellenleiter Thomas Herrich. Die Hertha liegt mit 404 Problem-Fans auf Rang 9.

Nach Ansicht der Polizei fehlt den Vereinen jedoch die nötige Entschlossenheit. Adi Pickert, Chef der Gewerkschaft der Polizei NRW fordert: „ Die Vereine müssen sich endlich klar von diesen Gewalttätern distanzieren. Aber wenn es um klare Bekenntnisse in Sachen Ultras geht, kriegen alle ganz schnell kalte Füße.“

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