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2:1 siegte Werder Bremen nach hartem Kampf gegen den Aufsteiger aus Düsseldorf. Eines der großen Themen nach dem Spiel war der Kopfstoß von Arnautovic gegen Langeneke.

Bremen. Nach dem Spiel Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf ärgerte sich Jens Langeneke nicht nur über die 2:1-Niederlage, auch die Schiedsrichterentscheidungen zog er in Zweifel. In der ersten Hälfte hatte Marko Arnautovic mit dem Kopf in seine Richtung gestoßen und ihn getroffen. Der Österreicher wurde von Schiedsrichter Sippel mit der gelben Karte bestraft. Langeneke empfand die Strafe als zu milde. Thomas Schaaf sagte später, dass der Kopfstoß nicht zu hart gewesen sei, weswegen die gelbe Karte ausgereicht hätte. Ansonsten war er zufrieden mit dem Kampfeswillen seiner Mannschaft.

„Wir haben die Fehler gemacht“

Abwehrchef Jens Langeneke musste auch nach dem Spiel in Bremen wieder zugeben, dass man auch einen Punkt hätte abgreifen können: „Wir haben speziell bei den Toren die Fehler gemacht, die eine Mannschaft wie Bremen dann ausnutzt, obwohl sie heute meiner Meinung nach nicht ihren besten Tag hatten. Wir hätten hier durchaus etwas mitnehmen können, haben es aber Dank unserer eigenen Fehler mal wieder nicht geschafft“, erklärte er am Sky-Mikro.

Starke Kritik an Sippel

Es gab viele gelbe Karten in der hitzigen Partie, die für Langeneke aber nicht zu unfair war: „Das Spiel war intensiv, wie es sich für ein Fußballspiel gehört. Da war nichts Außergewöhnliches dabei - außer vielleicht in der ersten Halbzeit. Der einzige, der es interessant gemacht hatte, war einer auf dem Platz, der weder in Bremen noch in Düsseldorf spielt.“ In der ersten Halbzeit stieß Arnautovic mit dem Kopf gegen Langenekes, als beide Spieler nach einem Eckball für Bremen aus dem Strafraum gingen.

„Der Schiedsrichter hat gerade zu mir gesagt, er hat sich das in der Halbzeit angeguckt und es war eine gelbe Karte. Was soll ich dazu sagen? Wir haben doch alle Augen im Kopf!“ Der 35-Jährige echauffierte sich weiter: „Ich bin nicht der Typ, der sich wie wahrscheinlich 95 Prozent der anderen Spieler hinwirft und auf dem Boden kugelt. Wahrscheinlich hätte Herr Sippel dann Rot gegeben, aber von so einem erfahrenen Schiedsrichter, der so eine gute Sicht hatte, erwarte ich, dass er Rot zeigt, auch ohne dass ich mich theatralisch hinschmeiße. Das ist ein klarer Kopfstoß!“

Nicht richtig ausgeknockt“

Auch Werder-Trainer Thomas Schaaf äußerte sich nach Spielschluss zu der Szene: „Ich denke, dass man die Bewertung haben kann, dass es hier jetzt keine brutale Nummer gewesen ist, wo man richtig drauf zugeht und richtig ausknockt“, erklärte Schaaf den Härtegrad der Aktion. „Er geht mit dem Kopf rüber, klar, und das ist zu ahnden. Was er da bewertet, weiß ich nicht. Auf der anderen Seite wäre es auch nicht richtig gewesen, wenn der Spieler sich hätte hinfallen lassen. Dann hätte der Schiedsrichter ein anderes Urteil fällen können.“

Vom Kopfstoß abgesehen wurde auch Fußball gespielt. Schaaf war sehr zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft gegen den Aufsteiger aus Düsseldorf: „Die Mannschaft war sehr konzentriert in diesem Spiel. Es war eine sehr schwere Aufgabe und wer Düsseldorf in dieser Saison schon verfolgt hat, weiß, wie sie sich darstellen, wie sie kämpfen, wie sie sich einbringen und jeden Meter gehen. Da brauch man natürlich auch eine Menge Geduld, und die haben wir heute auch gehabt. Wir haben nicht nachgelassen, immer wieder den Weg nach vorne gesucht. Sensationell!“

 

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