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Die zweite Hälfte hatte keinen Unterhaltungswert mehr, doch das war den BVB-Spielern völlig egal. Denn in der ersten Halbzeit hatten sie schon alles klar gemacht.

Dortmund. Die eine Mannschaft musste nicht mehr – und die andere konnte nicht: Was sich im Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Greuther Fürth in der zweiten Halbzeit abspielte, war mit „nicht mehr viel“ noch übertrieben formuliert. Beim 3:1 (3:1) brachte der BVB den Sieg gegen einen nach der Pause mehr als harmlosen Gegner locker über die Zeit und schonte sich für das Champions-League-Duell bei Ajax Amsterdam am Mittwoch.

„Einigermaßen leicht“

Die Zuschauer zeigten sich aufgrund des klaren Spielstandes zufrieden – und auch die BVB-Akteure fanden den Auftritt durchaus positiv, wie sie nachher in der Mixed Zone beteuerten. „Nachdem wir zwei Tore Vorsprung hatten, lief es einigermaßen leicht“, sagte Innenverteidiger Neven Subotic hinterher. Dass auch mit halber Kraft nichts mehr für den Meister anbrannte, freute den Serben: „Wir haben Reife gezeigt, indem wir kein zu hohes Risiko eingegangen sind. Wir haben das Ding sicher runtergespielt, über fast eine Stunde“, stellte er fest.

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Erstaunen über den Gegner

Minutenlang ließen die Dortmunder die Fürther nur sporadisch an den Ball kommen. Mit vielen Kurzpässen ließ der BVB die Zeit vergehen und hielt die Kugel sicher in den eigenen Reihen. „Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal solch eine Halbzeit wie die zweite gespielt habe, in der es nur darum ging, den Ball nicht zu verlieren und mit geringem Risiko zu versuchen, ein Tor zu schießen“, staunte Subotic ein wenig über den passiven Gegner, der keine großen Anstalten machte, noch einmal auf den Anschlusstreffer zu drängen.

„Friedenstaube“

Die Fürther waren nach dem Seitenwechsel so harmlos, dass sich eine Taube im Dortmunder Strafraum hinsetzte und minutenlang vor der Torlinie auf- und ablief, ohne dass ihre Gesundheit durch einen Angriff der Franken in Gefahr geriet. Die „Friedenstaube von Fürth“ war damit das Symbol für die Harmlosigkeit der Gäste, die ihren Teil zur Langeweile im zweiten Durchgang beitrugen. „Die Fürther haben wenig nach vorne versucht, deswegen hat es so ausgesehen“, fand Dortmunds Außenverteidiger Lukasz Piszczek eine Erklärung.

„Ganz ordentlich“

Am Ende stimmte das Ergebnis – und das nicht nur in Dortmund. Die Borussia verkürzte den Rückstand auf Bayern München und die Tabellenspitze und das freute auch den Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: „Es war vielleicht für die Zuschauer nicht ganz so spektakulär, aber wir können nicht immer nur spektakulär spielen. Wir haben jetzt 22 Punkte und das ist doch schon wieder ganz ordentlich“, stellte er nach dem Schlusspfiff fest.

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