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Martin Stranzl: „Wir sind wie ein Ü-Ei: Man weiß nie genau, was drin steckt“

Die Fohlen konnten auch gegen Stuttgart keine Konstanz in ihre Leistungen bringen und verloren die Partie, statt zumindest einen gerechten Punkt zu holen.

Mönchengladbach. Nach der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart muss sich Borussia Mönchengladbach wohl langsam daran gewöhnen, sich in dieser Bundesliga-Saison im Niemandsland der Tabelle aufzuhalten. Zwar sind die Abstände innerhalb der Tabelle weiterhin sehr gering, doch die Fohlen schafften es wieder nicht, nach dem Aufwärtstrend aus den Auswärtssiegen bei Hannover 96 und der SpVgg Greuther Fürth eine Serie zu starten.

Im Gegenteil, nach der Heimpleite gegen die Schwaben stand die Borussia am Ende mit leeren Händen da. Mit Martin Stranzl und Roel Brouwers standen zwei Abwehrspieler im Fokus. Der Österreicher erzielte die frühe Führung, die jedoch postwendend durch den VfB egalisiert wurde. Das Eigentor des Niederländers besiegelte die Niederlage. „Um einen kleinen Schritt nach vorne zu machen, musst du zumindest punkten“, sagte Stranzl nach der Partie. „Wir wollten natürlich einen Dreier holen. Daher ist es auf der einen Seite enttäuschend und auf der anderen Seite total unnötig, zu Hause vor einem Publikum gegen eine gute Stuttgarter Mannschaft nicht einmal einen Punkt mitgenommen zu haben.“

Das Glück hat gefehlt

Die Borussia kam relativ gut ins Spiel und ging durch Stranzl in Führung. Der frühe Ausgleich war sicherlich ein erster Knacks im Spiel, auch wenn man daraufhin zumindest bemüht war, die spielerischen Missverständnisse durch Laufarbeit auszubügeln. Doch zu oft fand der letzte Pass nicht den richtigen Abnehmer. „Wir wussten, was auf uns zukommt, aber es wäre heute natürlich mehr drin gewesen. Aber im Fußball gibt es eben manchmal so Spiele, wo das Glück ein bisschen fehlt. Mit Glück rutscht einer durch und dann hast du zumindest einen Punkt geholt“, so Stranzl.

Die Fohlen wollen sich durch den neuerlichen Dämpfer nicht aus der Bahn werfen lassen, da am Donnerstag auch schon das nächste wichtige Heimspiel in der Europa League gegen Limassol wartet. In der Bundesliga lautet für Stranzl das Ziel, 26 Punkte bis zur Winterpause auf dem Konto zu haben – die Anzahl an Punkte, die die Borussia einst in der starken Rückrunde erspielte, als sie sich in die Relegation retteten und letztlich den Klassenerhalt schafften.

Man weiß nie, was drin steckt

Zwar schmerze die Heimniederlage sehr, doch nach dem holprigen Saisonstart gehe die Tendenz weiter nach oben, befand Stranzl: „Die Spieler finden sich immer mehr und die Abläufe funktionieren immer besser. Nach einem Sieg darf man nicht alles überbewerten und von Europa träumen, genauso wenig wie man nach einer Niederlage nicht gleich alles schwarz malen darf. Wir analysieren nach jedem Spiel, was wir besser machen müssen. Auf das, was rundherum passiert, haben wir eh keinen Einfluss.“

In einer Woche geht es zum Tabellenletzten aus Augsburg. Vielleicht gibt es dann schon wieder den nächsten Sieg zu bejubeln. Denn bei den Fohlen weiß man vorher nie, was passiert: „Ab und zu sind wir ja ein bisschen wie ein Ü-Ei – man weiß nie genau, was drin steckt. Man muss ruhig bleiben und normal analysieren. Das haben wir nach einem Sieg genauso gemacht. Deswegen musst du einfach dranbleiben und weiter hart arbeiten.“

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