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Trotz erneuter Randale in den vergangenen Wochen hat die DFL nun ihrerseits Fehler im Umgang mit den Fans eingeräumt. Nun müssen schnell Lösungen her.

München. Christian Seifert hat Fehler der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Umgang mit den Fans eingeräumt. „In der Pyro-Diskussion haben sich DFB und DFL extrem unglücklich angestellt. Da wurde mit Fanvertretern über ein Konzept beraten, das den Namen 'Pyrotechnik legalisieren' trug“, sagte der Chef der Geschäftsführung der DFL der Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe). „Man hat Erwartungen geweckt, die man nicht erfüllen konnte, und das hat zu Enttäuschungen geführt.“ Feuerwerkskörper sind in deutschen Fußballstadien verboten.

Zurzeit streiten Fanvertreter, Vereine und DFL über das Positionspapier „Sicheres Stadionerlebnis“, das die DFL am 12. Dezember beschließen lassen will. In dem Papier werden eine Reihe von Maßnahmen wie das strikte Verbot von Pyrotechnik oder stärkere Einlasskontrollen gefordert, um Gewalt unter Fans einzudämmen.

Seifert findet "Gewaltproblem“ überzeichnet

Trotz der Ausschreitungen in den vergangenen Wochen beim Derby Borussia Dortmund gegen Schalke 04 oder beim DFB-Pokalspiel Hannover 96 gegen Dynamo Dresden will Seifert das Thema Gewalt unter Fußballfans nicht überbewertet wissen. Er finde es überzeichnet, wenn jetzt pauschal über ein „Gewaltproblem“ im Fußball gesprochen werde, betonte der 43-Jährige. „Aber ganz sicher muss die Liga dafür sorgen, dass sich gewisse Tendenzen nicht verstärken.“

Zugleich sieht Seifert den Fußball unter politischem Druck. „Mit der Politik ist vereinbart: Bis zur Winterpause müssen vom Fußball Beschlüsse gefasst werden“, sagte Seifert. „Wenn das nicht geschieht, werden von anderen Fakten geschaffen, über unsere Köpfe hinweg.“

 

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