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Klaus Allofs offiziell in Wolfsburg vorgestellt - „Naldo und Diego haben mir eine SMS geschrieben“

Am Vormittag wurde der neue Sportdirektor des VfL Wolfsburg offiziell vorgestellt. Klaus Allofs freut sich auf tolle Arbeitsbedingungen.

Wolfsburg. Klaus Allofs wurde am Vormittag von Javier Francisco Garcia Sanz, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des VfL Wolfsburg, offiziell vorgestellt. Garcia Sanz unterstrich noch einmal, dass Allofs von Anfang an der absolute Wunschkandidat gewesen sei, Allofs bedankte sich für das große Vertrauen, das ihm von Anfang an entgegengebracht wurde. Heute stehen noch Treffen mit dem Trainerteam und der Mannschaft an. 

„Herr Allofs wird heute sofort die Arbeit aufnehmen, damit ist die Geschäftsführung ab heute wieder komplett. Wir haben nun ein schlagkräftiges Team, das den VfL Wolfsburg wieder nach vorne bringen kann“, eröffnete Garcia Sanz die Pressekonferenz. „Er war von Anfang an unser Wunschkandidat, aber es war nicht klar, ob er kommt. Wir waren aber hartnäckig und sind bis am Ende an ihm drangeblieben. Auch Werder Bremen gehört großer Dank, mit der Führung des Klubs haben wir gut zusammengefunden.“

Die Trainerfrage ist noch nicht geklärt

„Über die Trainerfrage werden wir über einen späteren Zeitpunkt beraten, gemeinsam beraten und eine Entscheidung finden. Lorenz-Günther Köstner genießt unser volles Vertrauen. Er hat den Klub in einer schwierigen Phase übernommen, Ruhe hereingebracht und wir wollen uns nochmals bei ihm bedanken, dass er dieses Amt übernommen hat“, schloss der Aufsichtsratsvorsitzende.

Allofs: „Schwieriger Abschied aus Bremen“

Dann ergriff der neue Sportdirektor, Klaus Allofs, selbst das Wort: „Einen schönen guten Morgen. Ich heiße Sie auch alle herzlich Willkommen und möchte mich gleich zu beginn für das große Vertrauen vonseiten des VfL Wolfsburg bedanken. Auch von dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei Werder Bremen bedanken. Es war eine lange Zeit und es war daher auch ein schwieriger Abschied. Wenn man auseinandergeht, dann sollte man auch vernünftig auseinandergehen. Ich bin froh, dass es alles auf freundschaftliche Weise geregelt wurde.“

Gute Voraussetzungen in Wolfsburg

„Ich bin froh, hier zu sein. Ich bin überzeugt, dass das Angebot, das kam, mir gleich zugesagt hat. Das ist die Aufgabe, die mir Spaß macht. Ich bin froh, dass ich gleich mit meiner Arbeit beginnen kann, die Voraussetzungen sind hier wirklich gut. Die Ziele, die wir uns stecken, wollen wir erreichen und ich möchte dabei helfen. Die kommenden Jahre, wer weiß, vielleicht sogar Jahrzehnte, werden hoffentlich auch vom sportlichen Erfolg getragen.“

„Ein solcher Wechsel ist immer möglich. Es ist die Gelegenheit, wenn man ein solches Angebot bekommt, sich Gedanken zu machen. Vielleicht wäre es im letzten Jahr nicht möglich gewesen, aber grundsätzlich ist immer alles möglich und denkbar. Die Vereinsfarben erleichtern mir vielleicht die ersten Tage und auch die gleichen Fahrzeuge. Beim VfL sind viele Dinge weiterzuentwickeln. Wir haben in Bremen viele Dinge entwickelt, das Image, die Spielkultur und das Umfeld - hier sind sehr viele Möglichkeiten, der VfL ist noch auf der Suche und finale Dinge zu finden, das finde ich sehr reizvoll. In der Mannschaft steckt der viel Potenzial, in der aber auch noch vieles verändert werden muss - auch das macht die Aufgabe hier in Wolfsburg reizvoll.“

Ich sehe mich nicht als Gegenentwurf“

„Hier sind vernünftige Ambitionen. Nicht nur finanzieller Art, sondern auch mit Blick auf das Umfeld - die Jugendarbeit, das Stadion und viele weitere Dinge - man sollte nicht alles auf das Finanzielle beschränken. Ich sehe mich selbst nicht als Gegenentwurf zu irgendwelchen Personen. Es wird nun auch kein Blick zurückgeben, sondern es wird anders werden. Man kann nichts eins zu eins von Bremen auf Wolfsburg übertragen. Gemeinsam wollen wir sinnvolle Dinge anpacken und uns nach vorne bringen. Gute Dinge kann man kopieren, andere Dinge muss man dann verändern. Als erstes werde ich mir einen Überblick verschaffen, von daher werde ich keine Wasserstandsmeldungen abgeben“, stellte Allofs klar. „Nun gibt es die ersten Gespräche für einen ersten Überblick. Am Nachmittag setze ich mich mit dem Trainer zusammen, später dann kurz die Mannschaft begrüßen - also die ersten Wochen werden erst einmal dazu dienen, sich alles genau anzusehen und alles zu sortieren.“

Allofs: Kein Kontakt zu Slomka

Mirko Slomka wird als neuer Trainer gerade hoch gehandelt, Allofs möchte von diesen Gerüchten nichts wissen. „Mit diesen Spekulationen und Gerüchten müssen wir leben, vor allem in den kommenden Tagen. Gestern war es Thomas Schaaf, heute Mirko Slomka. Ich habe keine feste Meinung, wir wollen die beste Lösung und ich muss mir erst einmal einen Blick verschaffen. Lorenz-Günther Köstner macht seine Sache sehr gut und das bereits zum zweiten Mal und ich werde mir alles genau ansehen und dann werden wir dementsprechend auch handeln.“ Er stellte zur Personalie Slomka aber klar: „Um Gerüchten und Spekulation die Luft zu nehmen - es gibt diesbezüglich keine Gespräche.“

In zwei Wochen spielt Wolfsburg gegen Werder

Ein wirklich heikles Timing. Am übernächsten Spieltag treten Allofs und Wolfsburg gegen die Bremer an. „Das ist gemein. Es ist schon eine komische Konstellation. Ab heute zählt aber der VfL Wolfsburg. Ich wünsche Werder alles Gute und viel Erfolg. Selbst am kommenden Wochenende gegen Fortuna Düsseldorf wünsche ich ihnen einen Sieg, aber die Woche darauf, da wollen wir gewinnen, denn wir brauchen die Punkte.“

Wiedersehen in Wolfsburg

Mit Diego und Naldo hat Klaus Allofs bereits bei Werder zusammen gearbeitet. Jetzt treffen sie sich beim neuen Verein wieder: „Einige Spieler kenne ich natürlich besser, da ich sie um Teil auch einmal zu Werder Bremen geholt habe. Aber insgesamt betrachtet kenne ich den Wolfsburg-Kader sehr gut, denn ich habe ihn mir ja schon in den letzten Tagen genauer angesehen.“

Kader soll ausgemistet werden

Apropos Kader: Der soll ausgemistet werden. „Wir haben einen zu großen Kader. An dem müssen wir arbeiten und Lösungen finden.“ Heißt: Mehrer Spieler werden verkauft.

Und die Vorfreude auf Diego? „Ich habe den Weg von Diego verfolgt, als er Werder Bremen verlassen hat. Es hat mir natürlich teilweise wehgetan, dass es nicht immer bei ihm glatt lief. Ich kenne ihn aus Bremen und nichts Anderes erwarte ich nun hier von ihm. Ich freue mich riesig, dass er zu unserer Mannschaft und zu unserem Kader gehört. Ich denke, es gefällt auch den Zuschauern, dass ein solcher Spieler hier ist. Ich bin froh, dass unsere Wege hier und jetzt wieder zusammenführen. Ich habe sowohl von Naldo als auch von Diego eine SMS bekommen.“

Umzug nach Wolfsburg?

Das Pendeln liegt Klaus Allofs nicht, er will sofort die Koffer packen: „Ganz klar, ich werde nach Wolfsburg ziehen. Ich habe es schon in der Vergangenheit so gehalten, immer sofort umzuziehen und ich denke, das ist auch sehr wichtig. Man muss sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren und es ist wichtig, das auch zu zeigen.“

Wie sieht Allofs die Saisonziele

„Ich kann erst einmal nur Wünsche äußern. Ich kann erst in den kommenden Tagen Genaueres sagen. Ich kann nur sagen, dass die Mannschaft nicht in den unteren Teil der Tabelle gehört und alles Weitere werden wir dann sehen“, sagte Allofs diplomatisch.

Kommen weitere Neuzugänge aus Bremen?

Klaus Allofs bekräftigte, dass aktuell alles offen sei und keine weiteren Transfers abgesprochen wären: „Meine Verpflichtung war nicht damit verknüpft, dass automatisch auch Thomas Schaaf kommen soll und muss. Bei Transfers wird Werder ein gleichberechtigter Partner. Bremen wird auch weiterhin Spieler abgeben müssen, aber es kann auch in die andere Richtung gehen.“

 

EURE MEINUNG: Allofs in Wolfsburg angekommen - wird es ein Erfolg?
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