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Neubau statt Umbau – dies geht aus einem Gutachten zur Wirtschaftlichkeit hervor. Das alte Stadion hat ausgedient, nun beginnt die Suche nach einem Standort für das neue Heim.

Freiburg. Es wurde lange spekuliert, doch nun brachte ein Gutachten Klarheit: Der SC Freiburg wird aus dem Mage Solar Stadion ausziehen, der Bau einer neuen Arena steht bevor. Fragen nach dem Standort, den Finanzierungsmöglichkeiten sowie dem Beginn des Projekts bleiben vorerst unbeantwortet.

Neubau statt Umbau

„Der Drops an der Schwarzwaldstraße ist gelutscht. Das Thema ist durch“, kommentierte Oberbürgermeister Dieter Salomon einen möglichen Umbau des Stadions auf einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Nun bereitet sich Stadt und Verein auf den Bau einer neuen Spielstätte vor. Ein Gutachten von der Firma Ernst & Young lieferte den Hinweis, dass ein Neubau aus wirtschaftlicher Sicht zu empfehlen sei. Mit Kosten um geschätzte 70 Millionen Euro würde der Bau einer neuen Arena mit 35.000 Plätzen nur sechs Millionen teurer ausfallen als eine Sanierung des Mage-Solar-Stadions. Ernst & Young errechnete zudem, dass sich die Dauer für einen Neubau auf rund drei Jahre belaufen würde.

Finanzierung unklar

Über die Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten haben Stadt und Sportclub dem Vernehmen nach noch nicht gesprochen. Die Breisgauer rechnen mit einem Zuschuss vom Land, zusätzlich müssten die benötigten Kredite von der Stadt mit einer Bürgschaft abgesichert werden.

Bewohner protestieren

Die Suche nach dem Standort für das neue Stadion gestaltet sich ebenfalls schwierig. Als potentielle Optionen gelten derzeit die Kleingartenanlage Hettlinger sowie das Gewann Hirschmatten. Auch ein Bau auf dem Flugplatz wird in Betracht gezogen. Die Bewohner der Orte zeigen sich jedoch nicht begeistert von dem Vorhaben.

Stadion im schlechten Zustand

Seit 58 Jahren trägt der SC Freiburg seine Heimspiele im Stadion an der Dreisam aus. Im aktuellen Zustand erweist sich die Heimstätte jedoch nicht als Bundesligatauglich. Das Spielfeld ist zu kurz, die Rettungswege zu schmal und die Sicht schlecht. Das Tor auf der Nordseite liegt 142 Zentimeter höher als das auf der Südseite. Zudem ist die Kapazität von 24.000 Plätzen die zweitniedrigste der Bundesliga – nur das Stadion von Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth bietet weniger Plätze.

Prognosen, wann ein Neubau beginnen könnte, gibt es derzeit noch keine. Das weitere Vorgehen soll am 11. Dezember im Rahmen einer Sitzung des Freiburger Stadtparlaments beschlossen werden. 

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