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Die DFL hat sich dazu entschlossen, vorerst auf eine Torlinientechnologie zu verzichten. Sie wolle die Tests des Weltverbandes FIFA auf höchstem Niveau abwarten.

Berlin. Seit langer Zeit wird darüber diskutiert. Kommt die Torlinientechnologie oder kommt sie nicht? In der Bundesliga wird sie vorerst nicht eingeführt.

FIFA-Tests sollen abgewartet werden

In einer Pressemitteilung der Deutschen Fußballliga GmbH heißt es: „Angesichts der gegensätzlichen Positionen von FIFA und UEFA sowie ungeklärter Fragen in Bezug auf die Genauigkeit der Messungen hat der Vorstand des Ligaverbandes beschlossen, die Torlinien-Technologie in der Bundesliga und 2. Bundesliga vorerst nicht einzuführen.“ Dabei hat das Regelkomitee der FIFA bereits einer Einführung zugestimmt und will sie im Dezember bei der Klub-WM und im Juni 2013 beim Confederations Cup auf höchstem Niveau testen.

Diese Tests sollen nun „abgewartet und bewertet“ werden. Eine Einführung für die Saison 2013/2014 ist daher ausgeschlossen. Zuvor hatte die DFL eine Umfrage unter den Klubs begonnen, die ein ausgeglichenes Meinungsbild ergeben hatte. Unter anderem zeigten sich Bayern-Coach Jupp Heynckes und Nürnbergs Sportvorstand Martin Bader positiv gegenüber einer Einführung.

„Der 1. FC Nürnberg sieht sich in Sachen Torlinientechnologie in der Vorreiter-Rolle“

Der Bayern-Trainer sagte im Sommer dem kicker: „Das ist eine gute Entscheidung und sie war längst fällig. Ich hoffe, dass dem Profi-Fußball künftig so manche Fehlentscheidung erspart bleibt. Ganz wichtig ist auch, dass unsere Schiedsrichter eine Hilfe bekommen und ihre schwierige Aufgabe damit etwas erleichtert wird.“ Martin Bader sieht sich und den Club als Pionier in der Torlinientechnologie: „Der 1. FC Nürnberg sieht sich in Sachen Torlinientechnologie sogar in der Vorreiter-Rolle. Denn das Fraunhofer Institut in Erlangen habe das Nürnberger Stadion bereits mit dem von ihm maßgeblich mitentwickelten System GoalRef (Chip im Ball) ausgestattet.“

Zur Auswahl stünden zwei verschiedene Varianten. Zum einen gibt es das sogenannte Hawk-Eye. Es ist ein kamerabasiertes System, welches bereits im Tennis seit Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Zum anderen das vom 1. FC Nürnberg mitentwickelte GoalRef. Hierbei spannen Antennen an Pfosten und Latte über der Torlinie ein Magnetfeld und bestätigen ein Tor, sobald der Ball (mit Chip) die Torlinie voll überschritten hat.

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