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Nach vier Niederlagen in Serie holt Fortuna Düsseldorf ein 1:1 gegen 1899 Hoffenheim. Angesichts einer Roten Karten für die Gäste war mehr drin.

Düsseldorf. An diesem grauen Nachmittag mit einem mäßigen Bundesliga-Spiel in der Düsseldorfer Arena gab es eigentlich nur eine wichtige Erkenntnis. In Worte fasste sie Norbert Meier, Fortunas Cheftrainer. Er sagte während der Pressekonferenz: „Das Auftreten der Mannschaft macht Hoffnung, dass wir uns nicht nur als Schlachtvieh der Bundesliga sehen müssen.“ Er sprach mit einem ironischen Unterton, der klar machen sollte: Natürlich kann der Aufsteiger in der Eliteklasse mithalten.

Nach zuletzt vier Bundesliga-Niederlagen in Serie war es auch an der Zeit, dass Fortuna diesen Beweis wieder einmal erbrachte. Und so zeigte die Mannschaft beim 1:1-Unentschieden gegen 1899 Hoffenheim eine ordentliche Leistung, wenngleich während der 40-minütigen Überzahl deutlich wurde, dass sie – zieht man den Vergleich mit der Konkurrenz - mit fußballerischer Klasse nicht unbedingt gesegnet ist.

Anders war die Tatsache nicht zu erklären, dass Düsseldorf nach der Gelb-Roten Karte für Marvin Compper in der 51. Minute offensiv so wenig zustande brachte. Während Hoffenheim in Person von Joselu in der 61. Minute den Pfosten traf, kamen die Gastgeber zu keiner nennenswerten Torchancen mehr. Im Spiel nach vorne fehlten gute Ideen, zudem gingen zu viele Zweikämpfe – Düsseldorf gewann insgesamt nur 40 Prozent – verloren. So blieb es nach den Treffern von Robbie Kruse (4.) und Joselu (39.) beim Remis.

„Der letzte Pass hat teilweise gefehlt“, sagte Mittelfeldspieler Adam Bodzek. Torschütze Kruse erklärte: „Wir haben heute zwei Punkte verloren, müssen aber das Positive aus diesem Spiel mitnehmen. Hoffenheim hat nach dem Platzverweis sehr tief gestanden und gut verteidigt, da hatten wir nicht mehr so viele Chancen.“ Im Blick auf sein erstes Bundesliga-Tor sagte der australische Stürmer: „Ich wurde schon oft von Leuten gefragt, wann ich zum ersten Mal treffe. Heute war es endlich soweit, das hat mich sehr gefreut.“

Wiese patzt erneut

Für Fortuna-Coach Meier gab es weitere positive Aspekte. „Kämpferisch kann man unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Truppe lebt, das hat man deutlich gesehen. Jeden Punkt, den wir uns erarbeiten, müssen wir mitnehmen“, sagte er.

Während Fortuna im Abstiegskampf einen wichtigen Punkt einheimste, läuft Hoffenheim den eigenen Ambitionen weiter hinterher und hängt im unteren Mittelfeld fest. „Das Ergebnis ist in Ordnung, weil wir nicht über die gesamte Spieldauer so gut wie in Unterzahl gespielt haben. Da haben wir gut verteidigt und gefährlich nach vorne gespielt“, sagte Trainer Markus Babbel, der erneut ansehen musste, wie Tim Wiese zum wiederholten Male in dieser Saison patzte.

Bei Kruses Treffer war der Torhüter an der Flanke von Ronny Garbuschewski vorbeigesegelt und dann auch noch ausgerutscht, der Düsseldorfer musste nur noch einnicken. „Das passiert halt auf schlammigem Boden“, sagte der ehemalige Nationalspieler hinterher. Babbel nahm seinen Schützling in Schutz: „Wenn der Torwart mal keine gute Figur abgibt, dann heißt das noch lange nicht, dass ein Spieler unbedrängt den Ball über die Linie drücken kann.“

Babbel ist kein Trainer, der seine Spieler öffentlich kritisiert. Entgangen wird aber auch ihm nicht sein, dass der Hoffenheim-Wiese mit dem Werder-Wiese nicht viel gemeinsam hat.

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