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Arroganz, unwürdige Leistung, Fehlentscheidungen: Das alles wird dem Gespann um Thorsten Kinhöfer nun vorgeworfen. Thomas Tuchel will nun eine schriftliche Beschwerde einreichen.

Mainz. In einem spannenden 2:1-Sieg des 1. FSV Mainz 05 über den 1. FC Nürnberg wurde nach der Partie nicht über Torschützen oder Paraden der Torhüter gesprochen. Es gab nur ein Gesprächsthema bei beiden Vereinen: Das Auftreten der Offiziellen am Abend. Thomas Tuchel wird nun eine schriftliche Beschwerde über den viertel Offiziellen Martin Petersen einreichen. Auch Hanno Balitsch kritisierte die Schiedsrichter, Kinhöfer selbst nahm ebenfalls noch Stellung zu den Anschuldigungen.

Christian Heidel beschwerte sich nach dem Spiel bitterlich über das Schiri-Gespann: „Das, was mir heute gar nicht gefallen hat, war die Rolle des vierten Schiedsrichters. Er hatte eine Art, auf beiden Seiten in der Coaching Zone spazieren zu gehen, das wurde als Provokation aufgefasst. Das muss einfach nicht sein“, sagte er noch immer erbost ins Sky-Mikro und fuhr fort: „Die vierten Schiedsrichter sollen sich zurückhalten. Wenn was passiert, kein Ding, aber das war heute nicht in Ordnung. Da hat sich was auf den Bänken aufgestaut, was gar nicht notwendig war.“

Tuchel will schriftliche Beschwerde einreichen

Thomas Tuchel lief direkt nach Spielschluss am vierten Offiziellen Martin Petersen vorbei und gab ihm mit ausgestrecktem Zeigefinger noch etwas mit auf den Weg: „Dass ich jetzt auch einen Bericht schreibe über ihn. Wenn wir uns schlecht verhalten, was mir noch nicht passiert ist, diese Saison, dann gibt es einen Vermerk im Spielberichtsbogen, und ich werde das jetzt auch mal schriftlich einreichen, weil ich keine Lust darauf habe, dass ich in meiner Coaching Zone am Arbeiten gehindert werde, am Coaching.“

„Das ist heute in einer arroganten, abfälligen Art passiert, dass ich es nicht mehr hinnehme und das ist jetzt auch genug.“ Welches Fehlverhalten er Schiri Petersen genau vorwirft, wollte der Trainer vom 1. FSV Mainz 05 nicht preisgeben: „Das schreibe ich dann. Das mache ich jetzt nicht öffentlich. Aber ich überlege mir auf jeden Fall, dass ich das Mittel nutze, das die Schiedsrichter ja sehr wohl nutzen, wenn sie das Gefühl haben, dass wir uns ihnen gegenüber falsch verhalten.“ Es sei „so oft und zum wiederholten Male“ passiert, weswegen Tuchel nun diese Option wählt.

An Arroganz nicht zu überbieten“

Hanno Balitsch, der bereits ausgewechselt worden war, sah auf der Bank seine fünfte gelbe Karte wegen der lauten Beschwerde über den Körpereinsatz von Szalai, weswegen er nun nächste Woche beim FC Bayern München gesperrt fehlen wird. Nach dem Spiel wies auch er auf das Auftreten der Schiedsrichter hin: „Das war eine schwierige Partie mit vielen Emotionen und da kann man auch die eine oder andere Fehlentscheidung treffen, das ist menschlich. Was mich stört, ist das Auftreten der Leute. Das ist an Arroganz nicht zu überbieten. Man fordert von Spielern immer Fingerspitzengefühl und korrekten Umgang und dann kriegt man die gelbe Karte auf der Bank gezeigt.“

Noch einmal betonte Balitsch, dass er den Schiri nicht beschimpft habe, sondern einfach nur „lautstark“, aber sachlich protestiert habe. So glaubt der Spieler vom FCN sogar an eine Überforderung des vierten Offiziellen: „Vielleicht war es irgendwann zuviel für den Mann an der Linie, weil sich die gesamte Bank über die streitbaren Situationen aufgeregt hat. Dann hat er die Nerven verloren, aber für ein Gespann, dass das FIFA-Abzeichen auf der Brust trägt, erwarte ich in so einem Spiel an so einem Abend eine ganz andere Leistung.“

Kinhöfer weist Kritik von sich

Thorsten Kinhöfer, der nicht allein das Ziel der Kritik war, äußerte sich zu den Anschuldigungen: „Die Meinung wird er exklusiv haben. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht arrogant bin und den Dialog mit den Spielern im Spiel suche. Nur wenn man ständig angesprochen wird, ständig kritisiert wird, und ständig versucht wird, Meinung zu machen, dann ist das Fass voll und dann schaltet man auch ab.“

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