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Beim SC Freiburg haben sich aktuell viele Nachwuchsspieler aus der Fußballschule in den Vordergrund gespielt. So wie einst Aogo, der am Samstag mit dem HSV im Breisgau aufläuft.

Freiburg. Dennis Aogo gastiert am Samstag in der Bundesliga mit dem Hamburger SV beim SC Freiburg. Dabei geht es für den Linksverteidiger zurück in die Vergangenheit, dahin wo für ihn alles begann: Der zehnmalige deutsche Nationalspieler wurde beim Sport-Club zum Profi und vorher in der dortigen Fußballschule ausgebildet.

„Ich freu mich drauf, schließlich habe ich lange Zeit in Freiburg gespielt und dort auch den Sprung in die Bundesliga geschafft. Vor ziemlich genau acht Jahren habe ich mein erstes BuLi-Spiel gemacht - ausgerechnet in Hamburg. Insofern ist das Spiel am Samstag in Freiburg schon ein bisschen besonders für mich“, postete Aogo jüngst auf seiner Facebook-Seite.

Sechs Nachwuchstalente stehen besonders im Fokus

Aber der Hamburger ist nur einer von vielen Beispielen, für die exzellente Jugendarbeit, die in Freiburg betrieben wird. Die Fußballschule des SC genießt seit Jahren einen hervorragenden Ruf, gilt als eine der besten des Landes. Denn während anderswo Millionensummen für teure Stars gezahlt werden, muss man im beschaulichen Breisgau mangels finanzieller Mittel auf den Nachwuchs aus den eigenen Reihen setzen. Aktuell stehen zehn Spieler, die in der dortigen Jugendakademie ausgebildet wurden, im Profikader der Breisgauer. Darunter haben sich sechs besonders in den Vordergrund gespielt.



Das größte Juwel verteidigt innen

Los geht’s schon auf der Torhüterposition: Dort hält mit Oliver Baumann ein 22-jähriger Keeper aus der Fußballschule die Bälle fest und ist der Publikumslieblung der Nordkurve. Der U21-Nationalspieler spielt schon seit seinem zehnten Lebensjahr beim SC, durchlief sämtliche Abteilungen der Fußballschule.

In der Abwehrzentrale verteidigt mit dem 18-jährigen Matthias Ginter eines der größten Juwele, die der SC zurzeit im Kader stehen hat. Der deutsche U19-Nationalspieler wurde kürzlich mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold als bester Nachwuchsspieler seines Jahrgangs in Deutschland ausgezeichnet. Bemerkenswert: Der Innenverteidiger könnte eigentlich noch in der A-Jugend spielen, hat aber unter Christian Streich seinen Stammplatz bei den Profis sicher.



Rechts - oder auch links - hinten verteidigt seit dessen Amtsübernahme Oliver Sorg. Der 22-Jährige hatte eigentlich gar nicht unbedingt mit der Profikarriere gerechnet. Er spielte in der U23 und machte nebenher eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann beim SC, die er im Mai abschloss. Mittlerweile hat ihn sein Weg aber bis in die deutsche U-21-Nationalmannschaft geführt.

Dynamik, Schnelligkeit und Nervenstärke
DIE STREICH-TABELLE
Team

1. FC Bayern
2. BVB
........................
6. BMG
7. Hannover
8. SC Freiburg
9. Mainz 05

Spiele


27
27
...........
27
27
27
27


Punkte

63
63
...........
40
39
39
35

TD

+48
+41
.......
+5
+4
+3
+4

Vor Sorg macht auf der rechten offensiven Außenbahn der Franzose Jonathan Schmid Dampf. Der Elsässer mit dem markanten Irokesen-Schnitt besticht durch Dynamik und Schnelligkeit. Sein Pendant auf der linken Seite ist der Deutsch-Italiener Daniel Caligiuri. Mit 24 Jahren ist er der „Oldie“ der „Breisgau-Bubis“ aus der Fußballschule. Mit fünf verwandelten Elfmetern bei fünf Versuchen glänzt der Außenbahnspieler als nervenstarker „Mister 100 Prozent“ vom Punkt aus und hat unter Streich zu einer bestechenden Abschlussstärke gefunden.

Auch der defensive Mittelfeldspieler Johannes Flum stammt aus der Freiburger Talentschmiede. Der feine Techniker kickte in der Jugend beim SC, musste dann aber erstmal den Umweg SC Pfullendorf nehmen. Flum, der in den vergangenen Jahren meist Stammspieler in der Zentrale war, ist zwar aktuell nur Ersatzmann, dennoch aber fester Bestandteil des Kaders.

Streich, der Meister des Erfolgs

Alle Fäden laufen bei Cheftrainer Christian Streich zusammen. Der 47-Jährige war jahrelang Leiter der Fußballschule und kennt seine Jungs aus dem Effeff. Seit er im Januar diesen Jahres den Posten von Marcus Sorg übernahm, setzt er besonders auf die Kicker aus den eigenen Reihen. Und das mit Erfolg: In der vergangenen Saison übernahm Streich die Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz und führte sie noch zum Klassenerhalt. Auch in der aktuellen Spielrunde liegt man mit Platz 12 für Freiburger Verhältnisse absolut im Soll.

Und sollten die aktuellen Talente einen ähnlich erfolgreichen Weg wie Aogo & Co. einschlagen, ist davon auszugehen, dass die Fußballschule des SC wie eine sprudelnde Quelle schon die nächsten Juwelen hervorspült.

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