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Bremens Sportdirektor Klaus Allofs dementiert Gespräche mit Wolfsburg
Laut Medienberichten steht der Bremer Sportdirektor unmittelbar vor dem Abgang und soll sich möglicherweise sogar schon im Winter dem VfL anschließen. Allofs selbst dementiert.
Bremen. Zusammen mit Trainer Thomas Schaaf leitet Klaus Allofs seit 1999 die Geschicke bei Werder Bremen. Nun kursierten Medienberichte, die eine bevorstehende Trennung des Duos nahelegten: Wie die Welt und der Kicker mitteilten, stünde ein Wechsel zu Bundesliga-Konkurrent VfL Wolfsburg unmittelbar bevor. Auch die Wolfsburger Allgemeine Zeitung vermeldete, dass zwischen Allofs und dem VW-Klub grundsätzlich Einigkeit bestehe, jedoch noch keine Verträge unterzeichnet seien.Keine Doppelfunktion mehr beim VfL
Nachdem unter anderem die Namen von 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke und Ex-HSV-Manager Dietmar Beiersdorfer im Umlauf waren, soll das Wolfsburger Interesse an Allofs nun konkret geworden sein. Ein Wechsel des 55-Jährigen zum Liga-Konkurrenten Wolfsburg soll schon für Winter geplant sein.
Der im Oktober entlassene Felix Magath hatte bei den Wolfsburgern eine Doppelfunktion als Fußballlehrer und Manager eingenommen. Nach der wenig erfolgreichen zweiten Amtsperiode des 59-Jährigen plant der Tabellen-Sechzehnte der Bundesliga in Zukunft wieder eine Aufteilung der Posten.
„Klaus Allofs ist mit seinem Profil ein Manager, der sicher jedem Klub gut zu Gesicht stehen würde“, sagte Stephan Grühsem, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und Aufsichtsratsmitglied beim VfL, gegenüber der Welt. Ein Werder-Verantwortlicher, der seinen Namen nicht preisgeben wollte, erklärte: „Wir werden Allofs keine Steine in den Weg legen, wenn er gehen möchte.“ Allofs selbst wollte die Meldung zunächst nicht kommentieren, erklärte später aber laut dpa: „Mir liegt kein Angebot des VfL vor” und fügte an: „Es hat auch keine Gespräche gegeben.“
Kritik an Allofs
Vergangenen Montag hatte der 55-Jährige Allofs erstmals in seiner Laufbahn als Geschäftsführer des Werderaner Profifußballs einen finanziellen Verlust bekanntgeben müssen, auf beinahe 14 Millionen Euro beläuft sich der Fehlbetrag. Verantwortlich für das Minus sind die fehlenden Einnahmen aus dem internationalen Geschäft, für das man sich zuletzt 2010 qualifizieren konnte.
Die finanzielle Situation hatte in jüngerer Vergangenheit immer wieder zu Diskussionen innerhalb der Bremer Führungsriege geführt. Vor allem zwischen Allofs und dem Aufsichtsrat-Vorsitzenden Willi Lemke kam es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten. Zudem war die Kritik am Sportdirektor aufgrund mangelnden Erfolges und Fehleinkäufen immer lauter geworden.
Allofs soll laut den Medienberichte beim VfL angeblich auch an der Trainersuche beteiligt werden: Den Posten des Cheftrainers hat bei den Wölfen momentan Lorenz-Günther Köstner inne. Eine von Bremen geforderte finanzielle Entschädigung für den bis 2015 gebundenen Sportdirektor dürfte für die vom VW-Konzern unterstützten Wolfsburger kein Problem darstellen.
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