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Nach dem Rauswurf von Felix Magath wurde nun bekannt, dass der Coach möglicherweise Diego mit einer vorgetäuschten Verletzung nach Brasilien abschieben wollte.

Wolfsburg. Felix Magath wollte kurz vor seiner Entlassung beim VfL Wolfsburg offenbar Spielmacher Diego zum brasilianischen Verein FC Santos abschieben. Dies enthüllte der Kicker in seiner aktuellen Ausgabe.

Vorgetäuschte Knieverletzung für die Öffentlichkeit

Offiziell sollte Diego dabei zur Behandlung seines (wohlbemerkt unverletzten) Knies nach Brasilien fliegen, um sein Fehlen beim Heimspiel gegen den SC Freiburg (0:2) zu erklären. Tatsächlich sollten dort dann Verhandlungen zwischen Verein und Spieler über einen baldigen Transfer erfolgen.

Diego lehnte den Vorschlag jedoch angeblich ab, erst recht, nachdem ein Physiotherapeut des Vereins ihn auf seine angebliche Knieverletzung angesprochen habe.

Kleinkrieg für Magath wichtiger als Erfolg des Teams

Diego soll Magath daraufhin empört zur Rede gestellt haben, welcher das ganze nur als Witz betitelte. In der Folge ließ Magath den Spielmacher gegen Freiburg 90 Minuten auf der Bank schmoren und wechselte trotz 0:2-Rückstandes seines Teams lieber die Defensivspieler Marcel Schäfer und Christian Träsch ein. „Das waren schwere Tage für mich, ich wollte und will immer dem Team helfen“, erklärte Diego nun.

Vorgeschichte

Das Tischtuch zwischen Magath und Diego war schon seit langem zerschnitten. Nachdem der Spieler beim Saisonfinale 2011 in Hoffenheim eigenmächtig das Stadion verließ, weil er nicht in der Startelf stand, hatten Magath und Wolfsburg ihn zunächst zu Atletico Madrid verliehen, wo Diego die Europa League gewann. Eine volle Verpflichtung war dem finanziell klammen spanischen Verein allerdings zu teuer, weswegen er zu Saisonbeginn wieder in Wolfsburg landete.

Seitdem machten Magath und Diego zwar öffentlich gute Miene zu bösem Spiel, intern herrschte zwischen beiden aber laut übereinstimmenden Quellen eisige Funkstille, manche sprachen von blankem Hass. Kürzlich wurde Diego nachgesagt, gemeinsam mit Naldo und anderen Spielern ein Bündnis gegen Magath geschlossen zu haben. So stimmte der Spielerrat auch fast einstimmig für die Entlassung des Trainers.

Erleichterung bei Diego nach Entlassungs Magaths

Die öffentliche Umarmung von Magaths Nachfolge Lorenz-Günter Köstner durch Diego und Naldo nach Ende des vergangenen Spiels in Düsseldorf (4:1-Sieg für Wolfsburg) kann ebenfalls als Schuss in Magaths Richtung interpretiert werden. Zudem erklärte Diego nach Spielende: „Es war wirklich großer Spaß. Wir haben die 90 Minuten genossen. Ich hoffe, der alte Trainer kann glücklich werden. Wir sind es jetzt.“

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