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Tim Wiese ist fast wieder fit und wird nach der Länderspielpause als Nummer 1 ins Hoffenheimer Tor zurückkehren. Davon sei er „ohnehin ausgegangen“. Mit dem Team hat er viel vor.

Sinsheim. Tim Wiese und 1899 Hoffenheim, der Wechsel wurde oft belächelt. Nun kehrt der ehemalige Keeper von Werder Bremen nach seiner Verletzung wieder in den Kasten zurück und will mit der Mannschaft angreifen.

„Ich bin hier angestellt und mache meinen Job, mehr kann ich nicht tun“

Zu Beginn seiner Zeit bei Hoffenheim hatte Wiese keine leichten Tagen. Als Markus Babbel den Transfer verkündete, regte sich heftiger Protest, hatte man doch mit Tom Starke einen starken Mann im Tor. Auch jetzt noch ist es nicht immer ruhig um Wiese, doch er steht darüber, wie er dem kicker sagte: „Ich bin hier angestellt und mache meinen Job, mehr kann ich nicht tun. Es gibt immer Leute, die einen nicht mögen, aber zu großen Teilen unterstützen mich die Leute hier sehr wohl.“ Davon, dass er auch nach seiner Verletzung noch immer die unangefochtene Nummer eins im Hoffenheimer Tor sei, ist Wiese „ohnehin ausgegangen“.

„Ich habe über 300 Pflichtspiele gemacht, von denen waren vielleicht fünf Spiele scheiße“

Die ehemalige Nummer zwei im deutschen Tor sprach von Europa und Titeln, just in dieser Saison startete der Hopp-Klub schlecht in die Liga und flog im Pokal gegen den Viertligisten Berliner AK raus, was „schlimmer“ war als die vier Gegentore daheim gegen Frankfurt, aber die „waren natürlich auch bitter. Von allen Seiten gab es Feuer, das ging schon an die Psyche“. Dies soll aber keine Entschuldigung für den einen oder anderen Fehler sein: „Ich habe über 300 Pflichtspiele gemacht, von denen waren vielleicht fünf Spiele scheiße. Mein Gott, das gehört dazu. Ich versuche sicher, es besser zu machen.“



„Moderner Torwart, Oldschool-Torwart, was ist das?“

Aber auch aus Richtung des Nordens von der Weser hallte noch die eine oder andere Kritik nach, beziehungsweise sickerte das teilweise überschwängliche Lob an seinem Nachfolger Sebastian Mielitz durch. „Moderner Torwart, Oldschool-Torwart, was ist das? Mit diesen Begriffen kann ich nichts anfangen. Sowas denken sich doch nur Journalisten aus. Ich bin jetzt in Hoffenheim. Was woanders passiert, interessiert mich wirklich überhaupt nicht“, so Wiese.

Erfolg ist gut - Vukcevic-Unfall belastet die Mannschaft

Gleich als Neuzugang kam der 30-Jährige in den Genuss, die Kapitänsbinde tragen zu dürfen, dies ist seiner Meinung nach kein Grund für den eigenen schwachen Saisonstart: „Ich habe in meiner ganzen Karriere immer Verantwortung übernommen. In Bremen zum Beispiel habe ich von allen Spielern am meisten nach außen geredet, auch ohne Kapitän zu sein. Aber eine neue Mannschaft muss sich trotzdem erst finden, das dauert eben ein bisschen. Gutes Potenzial haben wir auf jeden Fall. Wenn wir wie in Stuttgart oder gegen Hannover frei aufspielen, dann sieht das auch sehr gut aus.“

Gerade zu der Zeit, in der der Kapitän fehlte, gelang der Umschwung. Aber dies sei ihm „egal, Hauptsache die Mannschaft hat Erfolg“. Neben dem Erfolg ereignete sich aber auch eine „Katastrophe“ für die Mannschaft. Wieses Teamkamerad Boris Vukcevic verunglückte schwer und liegt seitdem im Koma. „Wir versuchen gerade so gut wie möglich den Kopf wieder ein wenig freizukriegen, aber dennoch auch Boris nicht zu vergessen.“

EURE MEINUNG: Kann Wiese mit Hoffenheim erfolgreich spielen?
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