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Der Mittelfeldmann fühlt sich wohl in der neuen Heimat. Er findet allmählich seine Form und will Titel mit dem FCB holen, nur mit Spanien gibt es besondere Kommunikationsprobleme.

München. Javi Martinez ist endlich beim FC Bayern München angekommen. Trotz schlechter Vorbereitung und Wechsel-Hickhack kommt der Spanier langsam auf Touren. Seine Ziele sind eindeutig: Am Ende der Bundesligasaison soll man an der Spitze stehen. Auch die spanische Nationalmannschaft ist ein Thema für ihn. Nur der bevorstehende deutsche Winter bereitet ihm einige Sorgen.

Bald wird es kalt

Das Kalenderjahr neigt sich dem Ende entgegen, die dunkle und kalte Jahreszeit steht bereits in den Startlöchern, doch dem spanischen Neuzugang ist nicht bange: „Ich habe schon gehört, dass es ziemlich kalt werden soll, aber das ist nicht weiter schlimm. Ich komme aus einer Region in Spanien, in der es auch sehr kalt werden kann. In Navarra können die Temperaturen auch ganz schön in den Keller wandern. Wahrscheinlich nicht so wie hier, aber ich werde mich schon an das Klima hier anpassen können, denke ich“, so der „Sechser“ der Bayern im Interview mit der tz.

Ins Team integriert

Martinez findet immer besser ins Spiel, obwohl er keinen einfachen Start bei den Münchener hatte. „Ich hatte ja einen ziemlich schwierigen Saisonbeginn, weil ich einfach keine normale Vorbereitung mitmachen konnte.“ Daher ist die aktuelle Zeit für ihn eine sehr intensive. „Man könnte jetzt sogar sagen, dass das jetzt wie eine Art Vorbereitung für mich ist: Es kommen die Spiele, und ich fühle mich immer besser und immer frischer. Jetzt hoffe ich natürlich, dass ich bald bei hundert Prozent sein kann.“

Wohlfühlfaktor und Ziele

Die guten Leistungen des Rekordmeisters können als optimaler Integrationsfaktor angesehen werden. „Ich bin wirklich glücklich. Außerdem absolvieren wir gute Spiele zurzeit, und wenn es der Mannschaft so gut geht wie jetzt, dann muss man doch einfach nur zufrieden sein“, so der 24-Jährige.

Das „Mia-san-mia“-Gefühl hat der spanische Nationalspieler ebenfalls schon verinnerlich, wenn auch noch ein wenig verhalten. „Die Meisterschaft ist ja sehr lang und es kommen noch eine Menge Spiele auf uns zu. Wir sind auf jeden Fall auf einem guten Weg, aber es liegt noch viel vor uns. Wir werden hart dafür kämpfen müssen.“



Im Kader für die WM-Quali

Der früher Bilbao-Spieler wurde von Vicente del Bosque für die anstehenden Qualifikationsspiele nominiert. Martinez erfüllt dies mit Stolz. „Zur Selección zu fahren, ist immer etwas Besonderes, es ist eine Art Preis. Trainingseinheiten und Minuten auf sowie außerhalb des Platzes mit diesen tollen Spielern zu verbringen, ist einfach etwas sehr Großes.“

Seine Rolle beim Welt- und Europameister ist mit einem Fragezeichen versehen. Denn der eigentliche Mittelfeldmann wurde als dritter Innenverteidiger berufen, da die Spanier Verletzungsprobleme in der Hintermannschaft haben. Dies sieht der Neu-Bayer gelassen. „Ich weiß nur, dass der Trainer nur zwei Innenverteidiger mitnimmt, aber ich bin sowieso zu allem bereit, was der Trainer von mir will. Ich kann beide Positionen spielen, im defensiven Mittelfeld und in der Innenverteidigung. Also wo immer er mich spielen lässt, werde ich das tun.“

Ein anderes Problem mit Spanien

Dabei plagt ihn aber ein ganz anderes Problem. „Mein spanisches Handy ist kaputt, ich muss es unbedingt zur Reparatur bringen. Ich kann nur mein deutsches Handy benutzen, deswegen kann ich derzeit auch nicht mit den Jungs aus der Selección sprechen.“

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