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Kontrovers werden die Aussagen von Labbadia bewertet. Die Trainerkollegen und VfB-Manager Bobic stehen hinter ihm, während Oliver Kahn den Sinn der Wutrede kritisch hinterfragt.

Frankfurt. Der verbale Wutausbruch von Bruno Labbadia nach dem 2:2-Remis seines VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen hat kontroverse Diskussion über die Richtigkeit seiner Aussagen ausgelöst. Während die deutschen Fußball-Trainer geschlossen hinter ihrem Kollegen stehen, übt ein ehemaliger Nationaltorhüter Kritik an Labbadias Aussagen. Der VfB-Coach hatte den Umgang der Medien mit den Trainern mit deutlichen Worten kritisiert.

Bobic unterstützt seinen Trainer

Die Emotionen kochen nach dem Spiel häufig über. Besonders, wenn das Ergebnis mit der eigenen Zielsetzung nicht übereinstimmt. Wie nach dem Unentschieden des VfB im Heimspiel gegen Leverkusen, was für das „schwäbische Kellerkind“ einfach zu wenig erscheint. Deshalb kann Stuttgarts Manager seinen Trainer auch absolut verstehen: „Dafür habe ich absolutes Verständnis. Er hat ein gutes Recht, sich genau so zu äußern.“

„Respektloser Umgang mit den Trainern"

Bei einer Trainertagung in Frankfurt ging der Tenor auch in diese Richtung. So erklärt mit Lutz Hangartner der Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer laut Sportinformationsdienst: „Es herrschte die einheitliche Meinung, dass Labbadias Reaktion nachvollziehbar war.“ Felix Magath etwa pflichtet ihm bei: „Es wird wirklich respektlos mit den Trainern umgegangen.“

Kritik an den Medien

Der verbale Ausraster war offensichtlich ein großes Thema bei den Trainern und deshalb kann sich Hangartner auch ein Urteil über diese schwierige Thematik bilden. Er fügte hinzu: „Ich habe keine einzige andere Stimme gehört.” Er kritisierte weitergehend die Medien, indem er erklärte, „dass es nicht zu akzeptieren ist, wie Trainer in den Medien angegangen werden“.

Gezielte Kahn-Kritik

In seinem Blog für die Bild nahm auch der ehemalige deutsche Nationaltorwart Oliver Kahn zu diesem Thema Stellung und meinte: „Deshalb hat sich Labbadia mit der Wutrede keinen Gefallen getan. Auch nach der berühmten ,Ich habe fertig‘-Rede von Trapattoni tauchte ganz zwangsläufig die Frage auf, ob ein Trainer, der sich selbst nicht im Griff hat, seine Mannschaft im Griff haben kann. Es hätte gereicht, wenn Labbadia in dieser Situation allein auf die Fakten, wie den Stuttgarter Sparkurs, verwiesen hätte.“

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