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Die Hoffnungen waren vor Saisonbeginn groß, die Enttäuschung ist es beim VW-Klub nun auch. Europacup war das Ziel. Nun ist Abstiegskampf angesagt. Naldo versucht, zu erklären.

Wolfsburg. Zweifelsfrei ist die große Enttäuschung der bisherigen Spielzeit der chronisch ambitionierte VfL Wolfsburg, der bis auf den vorletzten Tabellenplatz in der Bundesliga abgestürzt ist. Vieles liegt im Argen bei den „Wölfen“. Abwehrspieler Naldo versucht, Erklärungen für die sportliche Krise zu finden.

Nach Hannover-Pleite war Selbstvertrauen weg

So sagt er diesbezüglich im Gespräch mit der Wolfsburger Allgemeinen: „Dafür muss ich ein bisschen weiter zurückblicken. Wir hatten ein gutes Trainingslager, wir hatten einen guten Start in Stuttgart. Aber nach der Heimniederlage gegen Hannover war das Selbstvertrauen weg.“ Erst zwei erzielte Treffer und 13 Gegentore in sieben Begegnungen sind ein eindrucksvoller Beweis für die momentane Schwäche der Niedersachsen.

„Es muss jetzt mehr Feuer rein"

Die Leistung beim FC Schalke 04 war miserabel. Man konnte mit der 0:3-Niederlage sogar noch zufrieden sein, zeigte Defizite in allen Mannschaftsteilen. Zu diesem schlechten Spiel meint Naldo: „In der zweiten Halbzeit haben wir ohne Selbstvertrauen, ohne Leidenschaft gespielt. Häufig war es so, dass wir hinten in Unterzahl waren, es Zwei-gegen-Eins-Situationen gab. Zudem gab‘s Unkonzentriertheiten. Außerdem haben wir insgesamt viel zu viele Tore nach Standards kassiert - es muss jetzt mehr Feuer rein.“

„Auf dem Platz sind wir zu lieb"

Und er fordert mehr Kommunikation in seinem Team. Dies sieht er als Bedingung für ein erfolgreiches Arbeiten an: „Ich sage Ihnen jetzt mal was: Für mich ist das gerade der schwierigste Moment in meiner Karriere. Ich weiß, dass wir Qualität in der Mannschaft haben, wir sind auch ein Team. Aber auf dem Platz sind wir zu lieb, zu brav. Da darf auch mal ein hartes Wort fallen. Auch ein junger Spieler wie Robin Knoche darf sagen, was nicht gut war. Kurzum: Wir müssen mehr reden.“

„Felix Magath erwartet viel von mir"

VfL-Trainer Felix Magath ist dafür bekannt, dass er seine Spieler auch öffentlich kritisiert. Für den ehemaligen Bremer stellt dies kein Problem dar: „Er erwartet viel von mir. Das erwarte ich auch von mir selbst. Ich versuche, der Mannschaft zu helfen. Aber wenn es nicht läuft, ist es auch für mich nicht einfach. Dennoch weiß ich, dass ich besser spielen kann, dass ich auch nach vorn hin gefährlich werden muss. Ich will endlich mein erstes Tor für den VfL machen. Am besten schon gegen Freiburg.“

EURE MEINUNG: Kann der VfL Wolfsburg aus dem Tabellenkeller klettern?
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