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Die heile Werder-Welt bekommt offenbar erste Brüche, denn der belgische Neuzugang drückt seine Unzufriedenheit und den fehlenden Wohlfühlfaktor in Deutschland in Worten aus.

Bremen. Offenbar drückt der schwache Saisonstart bei Bundesligist Werder Bremen auch die Stimmung der Kicker gewaltig. Anders ist es nicht zu verstehen, dass Mittelfeldspieler Kevin De Bruyne Kritik an Werder Bremen und dem Leben in Deutschland übt. Besonders der Inhalt seiner Aussagen lässt auf eine tiefe Frustration schließen.

Werders suboptimaler Saisonstart

Der Saisonstart des norddeutschen Traditionsvereins ist eher suboptimal ausgefallen. In acht Pflichtspielen gab es schon fünf Niederlagen, wovon eine bittere Pleite im DFB-Pokal beim Drittligisten Preußen Münster hingenommen werden musste. Nun hat sich der belgische Spielmacher de Bruyne, der vom FC Chelsea ausgeliehen worden ist, zu Wort gemeldet.

Kein Interesse an deutscher Sprache

In der abgelaufenen Spielzeit ist der 21-Jährige an seinen Heimatverein KRC Genk ausgeliehen worden. Nun äußerte er sich in der belgischen Zeitung Het Nieuwsblad und versucht, seine Frustration in Worte zu verpacken. Über das Lernen der deutschen Sprache meint er: „Ich hatte zunächst Deutsch-Unterricht vom Klub, aber ich habe abgelehnt. Ich mag es nicht. Ehrlich gesagt, möchte ich später nicht in Deutschland leben!“

Heimatgefühle aus Genk werden vermisst

Mit ein wenig Wehmut berichtet er über den Wohlfühlfaktor in seiner Heimat Belgien und den kompletten Kontrast in seiner neuen Wahlheimat Deutschland: „Ich vermisse die Wärme und Atmosphäre aus Genk. Die Deutschen sind steifer. Ihre Mentalität liegt mir nicht. Wenn Werder eine Familie ist, gilt das nur für die Menschen von hier.“

Fehlende Kommunikation mit Trainer Thomas Schaaf

De Bruyne ist offenbar ein Kicker, der das komplette Vertrauen durch seinen Trainer für sein risikoreiches Spiel benötigt. Über die bisher eher mäßig stattfindende Kommunikation zu Trainer Thomas Schaaf sagt er: „Der Trainer ist ganz okay, aber wir sprechen nicht. Ganz einfach: Er ist noch nie zu mir gekommen und ich auch nicht zu ihm.“

SO GEHT'S WEITER
Werders anstehende Aufgaben
20.10. Borussia M'Gladbach (H)
27.10. Greuther Fürth (A)
04.11. Mainz 05 (H)
10.11. FC Schalke (A)
18.11. Fortuna Düsseldorf (H)
24.11. VfL Wolfsburg (A)

UPDATE: De Bruyne relativiert seine Aussagen

Nachdem sein Interview in Deutschland hohe Wellen geschlagen hat, ruderte Kevin de Bruyne nun via twitter zurück: „Für alle, die die deutsche Presse verfolgt haben: Ich habe in dem Interview in Belgien nur gesagt, dass die Mentalität eine andere ist und ich meine Familie vermisse. Außerdem habe ich gesagt, dass ich bislang nicht viel Zeit hatte, in Bremen etwas zu unternehmen, weil wir viele Spiele hatten. Zum Schluss habe ich gesagt, dass ich den deutschen Fußball mag und wir ein gutes Team haben. Und ich freue mich, dass ich hier spielen darf. Ich hoffe, dass Ihr das jetzt verstanden habt“, erklärte de Bruyne.

EURE MEINUNG: Wie sollte Werder Bremen auf diese Aussagen von de Bruyne reagieren?
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