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Das Team ist ein Schatten seiner selbst. Bisher konnte man kein einziges Mal an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen. Doch der Trainer sitzt noch fest im Sattel.

Stuttgart. Wo ist der VfB Stuttgart der vergangenen Spielzeit geblieben? Dies fragen sich nicht nur die eigenen Anhänger. Ein Markenzeichen war es, nach Rückständen noch einmal zurückzukommen. Doch in dieser Saison geht bisher nicht viel. Nach einem Rückstand fallen die Schwaben in ein negatives Loch, wie Bruno Labbadia eingestehen muss. Dies zeigten sie erst jüngst bei der Niederlage gegen Molde FK in der Europa League. Am Sonntag wartet Bayer Leverkusen in der Bundesliga, ebenfalls keine leichte Aufgabe.

Schlechte Chancenauswertung

Der VfB-Trainer ist immer noch wegen der schlechten, fast schon peinlichen Leistung gegen die Norwegen enttäuscht. „Ich bin brutalst enttäuscht. Das war zu wenig“, so der 46-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Werkself.

Besonders mit dem Abschluss haderte Labbadia. „Wenn man diese Möglichkeiten nicht nutzt, dann kommt das Selbstvertrauen automatisch ein wenig abhanden.“ Dabei weiß er, dass ein Team es ja kann. „In Nürnberg sind wir über eine kompakte Ordnung zum Erfolg gekommen, in Molde mussten wir mehr das Spiel machen. Das klappte auch ordentlich, aber wir haben die Chancen nicht verwertet.“

Tugend abhandengekommen

Auch der Sportdirektor stellt fest, dass der VfB vieles vermissen lässt. „Eine unserer Stärken in der vergangenen Saison war, nach Rückständen zurückzukommen. Das fehlt im Moment, uns ist die Effizienz flöten gegangen“, sagte Fredi Bobic auf der PK.

Dabei sind die Gründe für den Misserfolg eindeutig. Neben der schlechten Chancenauswertung ist dem frühere Stürmer besonders das „Zweikampfverhalten, vor allem in der Rückwärtsbewegung“, ein Dorn im Auge. „Schade, dass wir das nicht aus dem Nürnberg-Spiel mitgenommen haben.“ Der Sportdirektor nimmt die Mannschaft in die Verantwortung und fordert „mehr Reibung“ im Team, es müsse sich jetzt mehr „pushen.“



Fehlendes Selbstvertrauen

Bei den Schwaben ist es wieder mal reine Kopfsache. „Man sieht, wie sich die Mannschaft selbst runterzieht“, so Labbadia und fügt hinzu: „Man darf kaum negative Worte finden, weil sie sich selbst für die vergebenen Chancen runterzieht.“ Auch der Sportdirektor hat diese Entwicklung erkannt. „Und dann ist es ein gruppendynamischer Prozess.“ Doch dies ist keine Einbahnstraße. Denn durch Erfolgserlebnisse könne dies in die andere Richtung ausschlagen. Der Trainer muss sich vorerst keine Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen, denn Fredi Bobic antwortet auf die Frage, ob dies ein Thema im Verein sein, mit einem einfachen „Nö.“

Bayer ein anderes Kaliber

Ausgerechnet der frühere Verein von Labbadia gastiert nun mit Bayer in Stuttgart, die er als „immer sehr unangenehm und sehr spielstark“ charakterisiert. „Sie können sich zudem sehr gut auf den Gegner einstellen“, so der frühere Trainer der Leverkusener, bei denen er in der Saison 2008/09 tätig war.

Daher ist die Taktik für das Spiel schon zurechtgelegt. „Wir müssen daher klug spielen und vor allem bei den Zweikämpfen sowie Chancen klarer agieren.“ Eins ist klar: Leistet man sich gegen die Mannschaft aus dem Rheinland ein ähnliches Spiel wie gegen Molde, könnte es die nächste Pleite geben. 

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