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In den ersten sieben Saisonspielen war der Österreicher trotz hochkarätiger Chancen nicht erfolgreich. Jetzt steigt die Ungeduld, obwohl der Stürmer auch Vorlagen zu schätzen weiß.

Bremen. In den vergangenen Spielzeiten traf Marko Arnautovic jeweils im zweiten Saisonspiel für Werder Bremen, nun wartet er vor dem siebten Spieltag der Bundesliga noch immer auf seinen ersten Treffer. Kritische Worte bleiben nicht aus, für eine ausgelassene Chance im Nationaltrikot entschuldigte Arnautovic sich sogar öffentlich.

Gute Tormöglichkeiten nicht genutzt
 
„Es juckt in den Beinen, es zappelt im ganzen Körper“, sagte der Wiener am Dienstag der Kreiszeitung. Trotzdem lässt Arnautovic in dieser Saison bislang auch gute Tormöglichkeiten aus, zuletzt am Wochenende bei der 0:2-Niederlage gegen Bayern München. Nach einer Flanke von Kevin de Bruyne verfehlte der 23-Jährige das Tor aus spitzem Winkel. Auf die harte Kritik von Sportdirektor Klaus Allofs reagierte Arnautovic selbstkritisch: „Der Ball war hart reingespielt, vielleicht gehe ich ein bisschen zu spät hin. Aber mit ein bisschen Glück geht das Ding auch so rein.“

Auch in den Partien gegen Hamburg, Hannover und Stuttgart vergab der Österreicher Hochkaräter, im Duell mit Meister Dortmund traf er nur den Pfosten. Trotzdem ist Thomas Schaaf weiter geduldig: „Es ist ja nun nicht so, dass er 35 Schüsse abgegeben und dabei nicht getroffen hat.“

Auch in der Nationalmannschaft nicht getroffen

Weniger mitfühlend waren seine Landsleute, nachdem Arnautovic im prestigeträchtigen Spiel gegen Deutschland im September aus kurzer Distanz das Tor zum Ausgleich verpasste. Dafür entschuldigte sich der junge Stürmer bei der ganzen Nation. Bei Werder blieb ihm das bisher erspart, stattdessen verspricht er weiter vollen Einsatz: „Ich werde weiter hart arbeiten und Gas geben. Allerdings brauche ich auch mal ein bisschen Glück. Und wenn ich dann mit dem Toreschießen begonnen habe, höre ich nicht mehr auf.“

Neue Aufgabe als Flügelspieler

Bis es so weit ist, muss sich Arnautovic mit Vorlagen begnügen. Drei Treffer konnte er bereits vorbereiten, was sicherlich auch mit seiner neuen Rolle im Team zusammenhängt. In dieser Saison spielt Arnautovic nicht mehr im Sturmzentrum, sondern auf dem rechten Flügel: „Da muss ich mehr nach hinten arbeiten, den gegnerischen Außenverteidiger ausbremsen. Und vorne will ich vor allem die offensiven Mitspieler mit Vorlagen füttern.“

Wie ernst er diese neue Aufgabe nimmt, betont Arnautovic trotz der Unzufriedenheit über seinen eigenen Torabschluss: „Ein Assist ist wie ein Tor für mich.“ Treffen will er bald trotzdem wieder.

EURE MEINUNG: Schießt Marko Arnautovic am Freitag in Augsburg endlich sein erstes Saisontor?
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