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Für den US-Nationalspieler sind Wille und Kampfgeist wesentliche Garanten seines Erfolgs. In einem Interview sprach er über seine Zeit mit Magath und den Tritt gegen Marco Reus.

Gelsenkirchen. Der US-Nationalspieler Jermaine Jones ist bei Schalke 04 zu einem Leistungsträger herangewachsen. Dies hat er, neben seinem Kampfgeist, auch dem aktuellen Trainer Huub Stevens zu verdanken, der ihm im Gegensatz zu Felix Magath genügend Spielmöglichkeiten einräumt.    

Jones: Man muss kämpfen können


Als wesentlichen Faktor seines Erfolgs sieht Jones, der im Frankfurter Stadtteil Bonames, einem sozialen Brennpunkt, aufgewachsen ist, sein Durchsetzungsvermögen: „Ich glaube, Kampfgeist ist noch einen Tick wichtiger als Talent, wenn man nach oben will. Aufgrund meines Willens habe ich den einen oder anderen hinter mir gelassen, der mehr Talent hatte als ich. Man muss kämpfen können, es geht ja auf dem Platz nicht nur um Punkte, sondern auch um Geld“, sagte er der FAZ.

Im Kampf um Geld und Punkte darf Jones am Samstag gegen seinen ehemaligen Trainer Felix Magath antreten. Der FC Schalke empfängt am siebten Spieltag den VFL Wolfsburg.  

„Ärzte beurteilen, wie schwer eine Verletzung ist“

An den aktuellen Trainer des VfL Wolfsburg und einstigen Vorgänger von Huub Stevens denkt der 30-Jährige Jones nicht gerne zurück. Jones spielte in den Überlegungen von Magath, auch aufgrund diverser Verletzungen, keine große Rolle. Um die nötige Praxis und Fitness zurückzuerlangen, schob Magath den gebürtigen Frankfurter in die zweite Mannschaft der Königsblauen ab.

Jones bewertet dies auch heute noch als krassen Fehler: „Wenn jemand versucht, mir Unrecht zu tun, lasse ich mir das nicht gefallen, vor allem nicht, wenn es um meine Gesundheit geht. Im Endeffekt beurteilen Ärzte, wie schwer eine Verletzung ist. Wenn sie sagen, es dauert so und so lange, dann ist es so. Magath hat nicht Medizin studiert, sondern ist Fußballtrainer. Trotzdem dachte er, er könnte allein darüber entscheiden, wie lange jemand braucht, um wieder fit zu werden.“

„Wir sagen uns die Meinung“

Jones schätzt derweil besonders die direkte Art von S04-Coach Stevens: „Er kommt geradewegs auf dich zu und sagt dir, was er denkt. So wie ich. Wir sagen uns die Meinung hinter verschlossenen Türen, aber wenn wir rausgehen, wissen wir beide, worauf es ankommt, was das Beste ist für die Mannschaft.“

Trotz seines Stammplatzes beim Tabellenvierten will der gebürtige Frankfurter seine Spielweise, insbesondere was die Anzahl grober Fouls angeht, weiterhin verbessern: „In der vergangenen Saison habe ich extrem viele Gelbe Karten bekommen. Da war auch manch dumme Verwarnung dabei, die sich hätte vermeiden lassen. Deshalb versuche ich, meine Spielweise ein bisschen zu verändern. Es gibt wenige, die mir in der Bundesliga davonlaufen, also brauche ich gar nicht so früh und mit so viel Risiko ins Tackling zu gehen.“  

„Das war eine überflüssige Aktion“

Tritte wie im Pokalspiel bei Borussia Mönchengladbach gegen Marco Reus und dessen lädierten Fuß sollen deshalb nicht mehr vorkommen: „Das war ein Fehler, eine überflüssige Aktion.“


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