Ex-Schalker Olaf Thon fordert: „Jones muss die Mannschaft führen“

In Gelsenkirchen sucht man derzeit nach einer Führungsperson. Ausgerechnet der Hauptkandidat droht nun jedoch für die nächsten Spiele auszufallen.
Gelsenkirchen. Die Stimmung beim FC Schalke 04 war nach dem 2:2-Unentschieden im Ligaspiel gegen Fortuna Düsseldorf auf dem Gefrierpunkt angelangt. Verständlich, hat man doch eine 2:0-Führung letztendlich doch noch aus der Hand gegeben. Vor dem Champions-League-Duell gegen den französischen Meister Montpellier HSC ist der Verein auf Wiedergutmachung aus. Doch es gibt einige Hürden zu bewältigen.

Die Frage nach dem Anführer

Die „Königsblauen“ haben eine junge Truppe – mit viel Potenzial nach oben. Alles schön und gut, doch nun stellt sich die Suche nach dem Antreiber im Team, nach einem, der seine Kollegen wachrüttelt und die Konzentration hochhält als ein echtes Problem heraus. Zumindest Schalke-Legende Olaf Thon ist sich sicher, wer diese Aufgabe übernehmen kann, respektive muss: „Nach dem Raúl-Abschied ist Jones der einzige erfahrene Spieler im zentralen Mittelfeld. Er muss diese Saison zeigen, dass er seine Emotionen unter Kontrolle kriegt und die Mannschaft führen kann“, erklärt der 46-Jährige gegenüber Bild.de.

„Prozess braucht seine Zeit“

Mittlerweile sind sich der Chef-Problematik scheinbar alle in Gelsenkirchen bewusst. So auch Coach Huub Stevens: „Wir haben viele junge Spieler, die noch lernen müssen. Ich traue das Roman Neustädter mit seiner Fußball-Intelligenz und auch Lewis Holtby zu. Doch dieser Prozess braucht seine Zeit“, so der Holländer.

Farfan und Jones fraglich

Das Unentschieden gegen den Aufsteiger, welches sich laut Schalke-Manager Horst Heldt „wie eine 0:5-Niederlage anfühlt“, muss nun raus aus den Köpfen der Spieler. Denn bereits am Mittwoch muss man sich erneut auf dem internationalen Parkett beweisen – Montpellier HSC bittet zum Tanz. Thon gibt sich zuversichtlich: „Verschenkte Siege wie in Hannover und Düsseldorf sind schon größeren Teams passiert. Die Truppe wird wieder Schritte nach vorne machen. Ich erwarte einen Sieg – und am Ende das Achtelfinale!“ – klare Ansage des Weltmeisters von 1990.

Doch die aktuelle Personallage der Schalker sorgt für Sorgenfalten. Ausgerechnet der potenzielle Anführer Jones verletzte sich während des Trainings am vergangenen Sonntag am Knöchel – ein Einsatz ist mehr als fraglich. Auch Flügelflitzer Jefferson Farfan ist angeschlagen – eine Innenbandverletzung im Sprunggelenk kostete ihn bereits einen Einsatz gegen die Fortuna.

EURE MEINUNG: Wer kann die Rolle des Anführers bei den Königsblauen übernehmen? Und wird man sich gegen Montpellier durchsetzen können?
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