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Mit gerade einmal zwei Punkten aus fünf Partien ist der VfB Stuttgart mehr als durchwachsen in die Saison gekommen. Doch der Trainerstuhl von Bruno Labbadia wackelt dabei nicht.

Stuttgart. Wenn der VfB Stuttgart heute Nachmittag beim 1. FC Nürnberg antritt, stehen die Schwaben bereits unter Zugzwang. Der Grund ist so offensichtlich wie bedenklich: Der VfB hat zu wenig Punkte. Doch der Job von Trainer Bruno Labbadia ist wohl trotzdem nicht in Gefahr.

Indiskutabel im Derby

Das saß. Kein Tor, aber drei Gegentreffer im heimischen Stadion gegen den Lokalrivalen aus Hoffenheim, der den großen Nachbarn bisher noch nie schlagen konnte. Auch VfB-Präsident Gerd Mäuser ließ im Interview mit der Bild seinem Frust freien Lauf: „Die Leistung war indiskutabel, die Einstellung mangelhaft. Es war ein kollektiver Black-Out. Ich habe mit einigen Spielern persönlich geredet. Wir müssen jetzt weiter intensiv  arbeiten, um Erfolgserlebnisse zu bekommen. Mit schön spielen kommt man jetzt nicht weiter. Die Spieler müssen in Nürnberg die alten Tugenden zeigen: Einsatzwille, Kampf- und Laufbereitschaft.“ Ergänzend machte Mäuser deutlich: „Wir haben eine Krisensituation, da reden wir auch nichts schön. Der aktuelle Tabellenplatz entspricht nicht dem Anspruch des VfB.“

Spieler müssen es nur abrufen

Immer wieder wird in Stuttgart die mangelnde Kadertiefe diskutiert, viele Ausfälle könne man sich sogar nach Aussage von Trainer Labbadia nicht erlauben. Doch der Präsident glaubt nicht, dass es an der Zusammenstellung des Kaders liegt. „Alle reden immer von Substanzverlust. Schauen Sie sich die Mannschaft an, die Mittwoch gegen Hoffenheim gespielt hat und vergleichen sie die mit der Mannschaft der vergangenen Rückrunde. Da kann ich wenig Änderungen erkennen. Klar haben wir Spieler abgegeben, aber das waren ja nicht alles Stammspieler. Die Mannschaft, die derzeit auf dem Platz steht, kann es ja. Die Spieler haben in der Rückrunde oder zum Beispiel auch drei Tage zuvor in Bremen gezeigt, zu welchen Leistungen sie fähig sind. Das müssen sie wieder abrufen.“ Auch wenn Mäuser im selben Zug eingesteht, dass „nicht viel passieren dürfe“.

Garantie für Labbadia

Zwei Punkte aus fünf Spielen, nur der FC Augsburg ist derzeit noch schlechter als der VfB. Dass Bruno Labbadia Sorgen um seinen Job haben muss, schließt Mäuser derzeit dennoch aus: „Bruno Labbadia hat unser uneingeschränktes Vertrauen. Er hat hier zwei Jahre lang einen hervorragenden Job gemacht. Wir haben mit ihm 2011 den Klassenerhalt geschafft und sind 2012 in die Europa League gekommen. Er arbeitet unter unseren finanziellen Vorgaben, die es zugegebenermaßen nicht immer einfach machen. Die Mannschaft hat es verbockt, nicht er.“ Weiter noch: „Es spricht generell nichts dagegen, mit Bruno Labbadia zu verlängern.“ Nur derzeit „gebe es Wichtigeres“, so Mäuser.

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