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Nach der klaren 0:3-Heimniederlage gegen Hoffenheim herrscht beim VfB Stuttgart Rat- und Sprachlosigkeit.

Stuttgart. Auf den Abpfiff von Schiedsrichter Sippel folgten die Pfiffe von den Zuschauerrängen. Da standen sie nun vor der Cannstatter Kurve, die Profis des VfB Stuttgart, und mussten die Pfiffe über sich ergehen lassen. Soeben haben die Schwaben mit 0:3 gegen die TSG Hoffenheim verloren und das absolut verdient. Was die Gründe für den katastrophalen Auftritt vor eigenem Publikum waren, darüber rätselten nach der Partie Spieler, Verantwortliche, Experten und Medien gleichermaßen. Die Spieler jedenfalls zeigten sich direkt nach dem Spiel rat- und sprachlos.

Enttäuschende Leistung gegen Hoffenheim

Am vergangenen Sonntag schien die Welt beim VfB Stuttgart wieder einigermaßen in Ordnung, als das Team von Trainer Bruno Labbadia mit viel Moral und Leidenschaft ein 2:2-Unentschieden beim SV Werder Bremen erkämpfte. Nach dem schwachen Saisonstart mit Niederlagen gegen den VfL Wolfsburg und den FC Bayern München und einem 0:0 gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hatte man nach dem Bremen-Spiel wieder Hoffnung, dass der Trend nun nach oben zeigen würde. Wie zu erwarten war, begann der VfB auch mit viel Engagement und spielte mutig nach vorne. Zwei Chancen in den ersten fünf Minuten, darunter ein Kopfball von Vedad Ibisevic, der das 1:0 fast hätte sein müssen.

Nach der überraschenden 1:0-Führung für die Gäste ging dann aber nichts mehr. Zu viel Lässigkeit und zu wenige Ideen im Aufbauspiel und zu viele Fehler im Mittelfeld sorgten dafür, dass der VfB keinerlei Druck auf die gegnerische Defensive ausüben konnte und die Hoffenheimer meist schon im Bereich der Mittellinie den Ball quasi geschenkt bekamen. Das Spiel der Schwaben brach nach dem 0:1 völlig zusammen, von Stabilität im Team war nichts zu sehen.

VfB-Spieler sprachlos

FRUST BEIM VFB

Wie diese indisponierte Auftritt zustande kam? Darüber wollten die meisten Spieler des VfB Stuttgart nach dem Spiel nicht reden. Zdravko Kuzmanovic und William Kvist waren nur zwei Akteure von vielen, die nach der Partie in der Mixed-Zone gegenüber Reportern nicht Stellung nehmen wollten zur vorangegangen Niederlage gegen die Kraichgauer.

Nur wenige Spieler der Schwaben äußerten sich zur Heimpleite und dem fünften Saisonspiel ohne Sieg. Entweder wollten sie sich nicht erklären oder, wie es im Fall William Kvist wahrscheinlich ist, sie konnten sich ihre enttäuschende Leistung gespickt mit zahlreichen individuellen Fehlern so kurz nach Spielende selbst nicht erklären.

„Ich habe noch keine Erklärung dafür“

Ein Grund für die Niederlage gegen Hoffenheim war sicher auch das Fehlen eines absoluten Leaders auf dem Platz, kein Führungsspieler war erkennbar, der nach dem frühen Rückstand die Fäden übernommen und die Stuttgarter zurück ins Spiel geführt hätte. Nach der Partie stellten sich zumindest die erfahrenen Cacau und Serdar Tasci den Medien, wenn auch sie noch nicht wirklich wussten, wie die Niederlage zustande kam. So gab Cacau auf Nachfrage von Goal.com ganz offen zu: „Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe noch keine Erklärung dafür.“

Klare Worte

Dennoch fand der Angreifer auch klare Worte: „Wenn man so spielt wie heute, dann kann man die ganze Mannschaft auswechseln, das war von uns allen nicht gut.“ Er selbst konnte ebenfalls nicht überzeugen, das Experiment mit Cacau und Vedad Ibisevic zusammen in der Startelf scheint vorerst gescheitert, auch wenn Cacau über den linken Flügel für Druck sorgen sollte und nicht als zweiter Stürmer aufgestellt war. Neben Cacau sprachen nur wenige andere VfB-Akteure mit der Presse, allerdings stand Serdar Tasci als Kapitän Rede und Antwort.

Kapitän Tasci stellt sich

Auf dem Platz ist es auch Kapitän Serdar Tasci gegen Hoffenheim nicht gelungen, die Mannschaft entscheidend zu stabilisieren, nach dem Spiel fand der Verteidiger dann aber klare Worte: „Wir haben eine Katastrophe gespielt. Wir haben heute nichts zustande gebracht.“ Mit Blick auf die Vergangenheit betonte er: „Wir wissen noch, vor zwei Jahren hatten wir dieselbe Scheiße und wir wissen, wie lange es braucht, bis man da wieder rauskommt und das wollen wir nicht schon wieder haben.“

Dafür müssen die Schwaben nun aber schnellstmöglich punkten, am besten schon am Samstag beim 1. FC Nürnberg.

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