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Der Fußball findet immer mehr Anhänger und fasziniert wie fast keine andere Sportart. Doch immer mehr sogenannte Fans nehmen den Sport als Austragungsort von Hetzte und Gewalt

Berlin. Für viele Menschen gehört der Fußball mittlerweile zum festen Lebensbestandteil. Woche für Woche fiebert man mit seinem Verein und lässt sich nicht zu oft die folgenden Tage durch ein entsprechendes Ergebnis vermiesen oder mit Vorfreude auf das nächste Spiel leichter beenden. Doch leider häufen sich in letzter Zeit auch zunehmend die Fälle, in denen Chaoten ihr Team nur auf negative Weise zu unterstützen wissen. Auch ganz aktuell müssen sich die Bundesligaklubs wieder mit diesem Thema beschäftigen und sind scheinbar ratlos.

DFB und Spieler sind immer wieder Zielscheibe

Woche für Woche lockt der Fußball die Massen in ganz Deutschland, aber auch rund um die Welt in die Stadien. Doch von Woche zu Woche wurden schon in der Vergangenheit und nun auch wieder aktuell immer neue Fan-Skandale bekannt, die nicht nur langsam aus dem Ruder zu laufen scheinen, sondern auch kaum zu verhindert sind.

So erscheinen nun schon seit Anfang der laufenden Saison immer wieder Plakate in den verschiedenen Stadien, die die Aufschrift „Fick dich, DFB“ haben. Laut der Bild, scheinen sich einzelne Ultra-Gruppierungen der Klubs abgesprochen zu haben, um so gemeinsam ihrem Ärger über das Pyrotechnik-Verbot Luft zu machen. Im zweiten Heimspiel der Fortuna zeigten die Anhänger des Aufsteigers sogar ein „Freu dich, DFB“-Plakat, welches mit einem Barcode versehen war, der eingescannt ebenfalls „Fick dich, DFB“ bedeutet.

Aber nicht nur der DFB ist Zielscheibe der sogenannten Fans. Immer wieder bekommen vor allem die Spieler den Zorn ihrer Anhänger zu spüren. So wie beispielsweise Manuel Neuer, der am vergangen Spieltag mit den Bayern auf Schalke, seinem ehemaligen Verein, antreten musste. Die Königsblauen „begrüßten“ den Ex-Schalker mit dem auf einen Banner gedruckten Wort „Hurensohn“.

„Kann nur mit dem Kopf schütteln“

Zudem sind aber nicht nur die Beschimpfungen ein Problem. Immer mehr Fans nehmen rechtsradikale Logos, Logos von Terrorgruppen oder sogar Bilder von Massenmördern für ihre Plakate, um diese dann mit den eigenen Initialien zu schmücken. So zeigten die Mainzer-Anhänger ein Banner mit dem typischen Symbol der Roten Armee Fraktion, die einst unter anderem für 34 Morde verantwortlich war. Anstatt der Buchstaben „RAF“ wurden jedoch „USM“, für Ultra-Szene Mainz, auf den roten Stern mit einem schwarzen Maschinengewehr platziert. Dem Mainzer Präsident Harald Strutz fehlten nach diesem Vorfall die Worte: „Ich kann nur mit dem Kopf schütteln“, wird er von der Bild zitiert.

Auch Martin Kind, Manager von Hannover 96, musste sich bereits mit diesem Thema auseinander setzten und war schockiert, über ein Plakat mit dem Serienmörder Fritz Haarmann in den Reihen eigener Fans: „Wir wollten es verhindern, haben das aber nicht geschafft.“

Nun ist die Frage, wann das Maß der Dinge endlich voll ist. Denn, abgesehen davon, dass dies keine Einzelfälle sind und auch viele weitere Klubs diese Last zu tragen haben, hat das alles schon lange nichts mehr mit dem Fußballspiel an sich zu tun. Natürlich darf man nicht vergessen, dass Fan nicht gleich Fan ist und demnach nur einzelne Personen für diese Vorfälle verantwortlich gemacht werden dürfen. Aber umso wichtiger ist es, gegen diese Chaoten vorzugehen, damit der Fußball nicht weiter an ihnen leidet und Fans, die ihre Teams wirklich unterstützen, nicht länger die Leidtragenden sind.


EURE MEINUNG: Was haltet ihr von den Vorfällen? Und wie sollten die Klubs am besten dagegen vorgehen?
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