Jürgen Klopp: „Wo waren die denn gerade auf der Sitzung?“

Dortmunds Trainer kritisierte nach dem Misserfolg die Leistung der eigenen Spieler. Auf der anderen Seite war Thorsten Fink sichtlich erleichtert über die ersten Punkte der Saison.
Hamburg. Für Borussia Dortmund war es ein schwarzer Tag. Durch die 2:3-Niederlage gegen den Hamburger SV fällt das Team auf Platz fünf der Tabelle zurück und verliert vorerst den Anschluss an die Spitze. Unabhängig von den sportlichen Leistungen verweigerten zudem hunderte BVB-Anhänger die Unterstützung und verließen direkt nach dem Anpfiff die Imtech Arena der Hansestadt.

Klopp: „Ein gebrauchter Tag“

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp war nach dem Spielende sichtlich genervt: „Der Anfang. Der Mittelteil. Das Ende. Die Anfangsphase war richtig sch...! Da fragst du dich: Wo waren die denn gerade in der Sitzung?“, sagte der 45-Jährige gegenüber sky und analysierte bereits die Partie: „Der HSV hat es mit Adler, Glück und Geschick verteidigt. Das Torschussverhältnis war 26:6 für uns. Das waren gefühlt zwanzig Hundertprozentige. Ein gebrauchter Tag.“

Erster Rückschlag nach 31 Spieltagen

Durch die Niederlage verlieren die Dortmunder vorerst den Anschluss an den Tabellenführer Bayern München und liegen nun fünf Punkte zurück. Der BVB verlor zugleich die Chance den historischen Rekord von 36 Bundesliga-Spielen in Folge ohne Niederlage einzustellen. Nach 31 Spieltagen gab es für die Borussen erstmals wieder das Gefühl einer Pleite: „Ich hätte gern auf das Gefühl verzichtet. Niederlagen sind nicht wirklich gut zu ertragen“, sagte Sebastian Kehl nach dem Spiel.

Proteste der Dortmunder Fans

Kurz nach dem Anpfiff des Spiels verließen einige hundert Dortmund-Fans den Gästeblock und protestieren so gegen die Eintrittspreise des HSV. Unter dem Motto „Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar bleiben“ wurde die Aktion bereits vor dem Spiel angekündigt. In Hamburg kostet der Eintritt ins Stadion mindestens 19 Euro.

Fink: „Gemeinsam haben wir es geschafft“

Am kommenden Samstag gibt der HSV eine Gala zum 125. Vereinsgeburtstag und Trainer Thorsten Fink ist nach dem Sieg offensichtlich erleichtert: „Stellen Sie sich vor, wir wären mit null Punkten zur Gala gegangen. Der Druck deshalb war immens. Gemeinsam haben wir es geschafft, weil der Verein mich hat in Ruhe arbeiten lassen.“

HSV verteidigt eigenen Rekord

Ausgerechnet die Hamburger stellen dem BVB ein Bein und verteidigen den eigenen Rekord aus den Jahren 1982/83 von 36 Spieltagen in Folge ohne Niederlage. Nach drei Pleiten zum Saisonauftakt gewinnen die Hanseaten ihre ersten Punkte in der neuen Saison. Der abschließende Kommentar von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp: „Wir werden trotzdem weitermachen ...“

EURE MEINUNG: Wie verkraftet das Team von Jürgen Klopp die Niederlage? Und geht es mit dem HSV jetzt bergauf?
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