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Bayer Leverkusen steht schon gewaltig unter Druck

Diese Spielzeit ist noch jung und schon entwickeln sich die ersten Brandherde. Einer davon ist in Leverkusen, bei dem das Trainer–Duo sich mächtig den Kopf zerbricht.

Leverkusen. Eigentlich schien die Welt bei Bayer Leverkusen in Ordnung. Man qualifizierte sich für das internationale Geschäft und wollte auch in dieser Bundesligasaison wieder die wichtigen oberen Plätze anpeilen - Pustekuchen. Bisher sprang nur ein Sieg in der Liga und ein mehr als enttäuschendes Remis in der Europa League gegen Metalist Charkiw heraus. Am Sonntag trifft man im West-Derby auf Borussia Mönchengladbach. Das Trainergespann Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski stehen gehörig in der Bringschuld.

Den Wecker noch nicht gehört

Die Werkself will noch nicht aus den Startlöchern kommen. Bisher stehen nur ein Sieg und ein Tor auf dem Konto von Bayer 04. Der Frust ist groß nach den Flop-Starts in Liga und Europa League. Besonders erschreckend war das Spiel gegen den ukrainischen Vertreter zum Auftakt. Die Medien waren gnadenlos bei der Bewertung der Partie. Es war die Rede von „Schlafwagen-Fußball“ und einer leblosen, blutleeren Leistung. Daher ist das bisherige Fazit der Saison schnell auf den Punkt gebracht: Leverkusen hat den Start komplett verschlafen.

Kicker noch im Urlaub?

Diese Spielzeit ist die Jubiläumssaison. Doch „Vizekusen“ lässt einiges vermissen. Es war die längste Sommerpause aller Zeit und somit auch die längste Vorbereitung aller Zeiten, aber Früchte hat diese noch nicht getragen. Die Leverkusener lassen alles vermissen, was sie ansonsten auszeichnet. Im Spiel ist kaum Dampf, es fehlt an Dynamik und vor allem ist keine Handschrift des Trainer-Duos zu erkennen. In den bisherigen fünf Spielen wurden drei verschiedene Spielsysteme ausprobiert.

Beide zu unterschiedlich?

In der vergangenen Saison waren Hyypiä und Lewandowski noch Helden. Übernahmen den Klub in einer schweren Situation und führten in nach Europa. Doch der Zauber scheint verflogen. Die Verschiedenheit beider ist mit den Worten wie Tag und Nacht zu beschrieben. Der frühere Liverpool-Profi und Champions-League-Sieger ist der ruhige und verschwiegene, der oft teils teilnahmslos auf der Bank sitz.

Lewandowski dagegen ist der Theoretiker und Stratege. Er wirbelt an der Seitenlinie, gestikuliert und hat ständig eine Taktik-Mappe und Zettel in der Hand. Die Frage stellt sich, ob dieses Gespann nicht zu unterschiedlich ist und es noch mal schafft, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Spielern ist Situation bewusst


Lars Bender verweist auf die fehlende Konstanz der Werkself, auf die man sich verlassen kann. „Das stimmt, das hat sich auch schon durch die ganze letzte Saison gezogen. Leider ist da noch keine richtige Verbesserung in Sicht. Es ist aber vielleicht besser, wenn man diese Schwierigkeiten am Anfang einer Saison hat. Wir müssen daran arbeiten, sie abzustellen“, so der deutsche Nationalspieler gegenüber Bundesliga.de.

Auch bei Stefan Kießling schrillen die Alarmglocken. Seine Enttäuschung über den „Fehlstart“ teilte er der Bild mit: „Wir stehen schon sehr unter Druck, haben uns das ganz anders vorgestellt.“ Ausgerechtet jetzt spielt man gegen Gladbach. Beide Vereine stehen unter Zugzwang. Vielleicht brauchen die Leverkusener sein solches Derby, um aus dem Tiefschlaf zu erwachen.


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