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Der Wechsel des Kroaten dauerte nicht nur lange, sondern soll zudem auch nicht regelkonform über die Bühne gegangen sein. Der DFB leitete den Sachverhalt an die FIFA weiter.

Hamburg. In der Bundesliga läuft es zurzeit überhaupt nicht rund. Nun droht noch weiterer Ärger für den Hamburger SV. Beim Transfer des Kroaten Milan Badelj, der von Dinamo Zagreb kam, soll es zu Ungereimtheit gekommen sein, die Folgen für den Verein bedeuten könnten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) übergab diesen Fall an den Weltverband FIFA, in dessen Zuständigkeit ein solcher Transfer fällt.

Berater ohne Lizenz?

Wie die Sport Bild in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, erstattete die Deutschen Fußballspieler-Vermittler Vereinigung (DFVV) gegen die „Rothosen“ Anzeige, da bei den Gesprächen ein nicht lizenzierter Berater zugezogen worden sein soll. 

Zuständigkeit liegt bei der FIFA

Der DFB habe nach den Statuten gehandelt, die ein solches Vorgehen vorgeben. „Laut Artikel 32, Absatz 2 des FIFA-Spielervermittler-Reglements ist bei internationalen Transfers die FIFA zuständig. Wir haben den Vorgang daher der FIFA vorgelegt“, bestätigte der für Recht zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch gegenüber der Sportzeitschrift.

Der Weltverband bestätigte am Mittwochnachmittag der Nachrichtenagentur dpa den Eingang des Schreibens. Über den Sachverhalt selbst wollte man sich nicht äußern.

„Noch nichts gehört“

Der HSV-Sportdirektor Frank Arnesen soll nicht nur mit dem eigentlichen Badelj-Vertreter verhandelt haben, sondern noch zwei weitere Spielerberater hinzugezogen haben. Für diese Dienste mussten die Berater ebenfalls bezahlt werden. Es steht eine sechsstellige Summe im Raum.

Einer dieser zusätzlichen Berater soll über keine Lizenz verfügen. Bei den Hanseaten ist man dennoch gelassen. „Wir haben noch nichts gehört von der FIFA», sagte HSV-Mediendirektor Jörn Wolf am Mittwoch.

Überteuerter Transfer?

Offizielle kostete der kroatische Mittelfeldspieler 3,5 Millionen Euro. Als der Vorwurf aufkam, dass der Wechsel womöglich zu teuer gewesen sein, hatte sich Aufsichtsrat des Bundesliga-Dinos zusammengesetzt und den Sachverhalt geprüft. Das Ergebnis der Sitzung war, dass es keinen Hinweis gegeben habe, dass der Transfer überteuert war.

EURE MEINUNG: Hat der HSV einen Fehler bei der Abwicklung des Wechsels gemacht? Ist Arnesen nun noch stärker unter Druck?
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