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Der Club schlägt sich bei seinem schweren Auftaktprogramm in der neuen Saison prächtig und klaute den Fohlen am Samstag höchst effektiv alle drei Punkte.

Mönchengladbach. Die Spieler hatten gut Lachen und aus der Kabine ertönte wenig später laute Partymusik. Der 1. FC Nürnberg feierte schon den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison und verpasste Borussia Mönchengladbach zum ersten Mal unter der Regie von Lucien Favre in der Bundesliga drei Gegentore. Die Elf um Hanno Balitsch und den neuen Japanstar Hiroshi Kiyotake bot die perfekte Taktik auf und fuhr den Dreier nach Hause.

Nicht mit Sieg gerechnet

Nürnberg lauerte von Beginn an auf die Fehler der Borussen und nutzte diese im weiteren Spielverlauf eiskalt aus. Waren die ersten beiden Tore noch ein Resultat von Standardsituationen, war der dritte Treffer durch den Japaner kaltschnäuzig. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Balitsch nach dem Spiel auch in den Katakomben: „Man hätte nicht davon ausgehen können, bei einem so starken Gegner wie Gladbach einen Dreier mitzunehmen. Aber wir haben ein sehr intensives Spiel geführt und sind natürlich glücklich, dass wir gewonnen haben“, so der 31-Jährige.

Schon gegen Dortmund zeigte der Club eine konzentrierte Leistung und machte die Räume sehr eng, gegen Gladbach aber legten sie noch eine Schippe drauf. „Ich denke, dass wir das heute vor allem in der ersten Halbzeit hervorragend gemacht haben. In der ersten halben Stunde haben wir nichts zugelassen, die Gladbacher hatten eigentlich kein Mittel“, so Balitsch. „Und wenn wir den Ball erobert hatten, waren wir immer nach vorne unterwegs. Das ist eine gute Voraussetzung für die nächsten Wochen.“

Balitsch: Mannschaft lässt sich nicht beirren

In der Tat zeigten die Spieler von Trainer Dieter Hecking eine nicht gekannte Reife – taktisch, aber auch mental. Als nach dem Anschlusstreffer vor und dem Ausgleich nach der Pause das Spiel zu kippen drohte, blieben sie ruhig und hatten auch das nötige Quäntchen Glück, um durch Kiyotake noch einmal zurückzukommen. „Ich glaube den Charakter den die Mannschaft heute gezeigt hat, das aufopferungsvolle Kämpfen, war heute auch wieder der Schlüssel zum Erfolg“, befand Balitsch. Die Mannschaft ließ sich trotz der gefährlichen Lage nach dem Ausgleich nicht beirren: „Wir wissen was wir können und wir haben gezeigt, dass wir bei Standards und im Umschaltspiel gefährlich sein können, aber auch defensiv gut stehen. Dann fällt eine Mannschaft auch nach einem Gegentor nicht auseinander, sondern kommt noch einmal zurück.“

Nürnbergs Per Nilsson jubelt mit Hiroshi Kiyotake über dessen Treffer

Glück hatten sie unter anderem durch das gleichzeitige Unglück von Luuk de Jong, der gleich zweimal nur den Pfosten traf. Zum anderen ahndete Schiedsrichter Dingert das zum Teil schon sehr aufreizende Zeitspiel der Gäste zu keinem Zeitpunkt. So wurde Spielmacher Kiyotake zum Matchwinner einer intensiv geführten Partie. „Ich freue mich, dass ich mit meinem Tor das Spiel entscheiden konnte, aber auch ein ganz großes Lob an die Mannschaft“, übersetzte nach dem Spiel ein Dolmetscher für Goal.com und die Reporter den 22-Jährigen, der sich immer besser im neuen Land und der neuen Liga einlebt.

Spiel in der Bundesliga robuster als in Japan

Kiyotake forderte bereits auffällig oft den Ball, doch der Mittelfeldspieler glaubt, dass er sich in einigen Bereichen noch verbessern kann. Die Umstellung auf die Bundesliga sei noch längst nicht abgeschlossen: „Im Moment spiele ich eigentlich noch so, wie ich auch in Japan gespielt habe. Aber man merkt schon diese körperliche Robustheit oder auch die langen Beine, die einem auch mal den Ball wegschnappen. Ich habe einfach noch zu viele Ballverluste, da muss ich mich auf jeden Fall noch mehr anpassen.“

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