thumbnail Hallo,

Beide Akteure wollten in diesem Jahr endlich durchstarten, doch was dem einem gelungen ist, ging beim anderen nach hinten los.

Berlin. Wir stellen Euch in einer kurzen Analyse die Rückkehr der beiden langzeitverletzten Leon Andreasen und Tim Hoogland vor, deren Comeback unterschiedlicher wohl nicht hätten laufen können.

Leon Andreasen

 Die Leidensgeschichte

Nachdem der Däne 2005 zum SV Werder Bremen wechselte und sich dort in der ersten Saison nicht durchsetzen konnte, wechselte er auf Leihbasis zum FSV Mainz 05. Der Verein stieg jedoch ab, Andreasen musste also zurück. In der neuen Saison hatte er erneut Startschwierigkeiten und konnte sich nicht ins Team spielen - der Wechsel nach Fulham im Winter 2008 war die logische Konsequenz. Doch auch dort lief es nicht nach dem Plan von Andreasen, genau ein Jahr später wechselte er zurück in die Bundesliga, zu Hannover 96. Wegen Leistenproblemen musste er dort zunächst mehrere Monate pausieren. Gerade, als er wieder fit zu sein schien, kamen erneute Rückschläge. Unklare Schmerzen plagten ihn, es folgten zwei Jahre Pause, die Karriere stand mehrere Male auf der Kippe, bevor ein Kopenhager Arzt Narbengewebe entdeckte, das auf einen Muskel drückte, und dieses entfernte. Andreasen selbst sagte am Samstagabend im Aktuellen Sportstudio: „Es ging sehr lange hin und her.“

Das gelungene Comeback

Drei Tore in der Europa League, zwei Tore in der Bundesliga, ein Tor im DFB-Pokal - eine absolute Weltklasse-Statistik für einen defensiven Mittelfeldspieler. In der Gesamtrechnung kommt er in der Startphase der Saison 2012/2013 auf sechs Tore in acht Spielen. Und nicht nur das: Durch atemberaubendes Schnellmachen und Umschalten des Spiels hilft er Hannover 96 derzeit zu einem Höhenflug, der, wenn Andreasen so weiter macht, auch anhalten könnte. Die verdiente Belohnung folgte auf dem Fuß: Andreasen feierte beim WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien auch sein Nationalmannschafts-Comeback.


Tim Hoogland

 Die Leidensgeschichte

Eine makellose Bundesliga-Karriere schien sich für Hoogland anzubahnen, als er als ehemaliger U-Nationalspieler Deutschlands 2007 vom FC Schalke 04, dessen Jugend er entsprungen war, zum FSV Mainz 05 wechselte. Dort etablierte er sich in der Mannschaft, avancierte sogar zum Kapitän. Doch dann der Schock: Im Februar 2010 zog er sich einen Korbhenkelriss zu, der aber eigentlich zu handhaben ist. In seiner Unvernunft absolvierte er wenige Wochen später wieder Spiele. Das schadete dem Knie, das sich entzündete und Hoogland von da ab zwei Jahre aussetzen ließ. Immer wieder hoffen und bangen musste Hoogland, kurz vor Comebacks stand er, um dann wieder auszufallen. Immerhin trainierte er ab Januar 2012 wieder intensiver, kam auf drei Ligaspiele in der vergangenen Saison. Nun wurde er zum Anfang der Saison nach Stuttgart verliehen.

Das misslungene Comeback

Bei den Schwaben schien er zunächst endlich richtig in Form zu kommen, das erste Spiel sowie jeweils eine Partie in DFB-Pokal und Europa League absolvierte er, dabei gelangen ihm sogar zwei Vorlagen. Die Ernüchterung folgte schnell, erneute Knieprobleme zwangen Hoogland in Moskau und in München zum Verzicht, am Samstag stand er in der Bundesliga aber wieder in der Startelf. Doch nur, um sich nach 28 Minuten erneut zu verletzen und ausgewechselt zu werden. Noch während des Spiels gab die offizielle Website der Stuttgarter die Diagnose bekannt: Bänderriss im rechten Sprunggelenk! Damit wird der Pechvogel erneut vier bis sechs Wochen aussetzen und auch danach vorerst mit angezogener Handbremse spielen müssen. Die Hinrunde ist also fast schon wieder gelaufen...

Dazugehörig