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Start geglückt! Nach drei Bundesligapartien stehen die Bayern mit perfekter Ausbeute da. Verloren gewähnte Qualitäten werden dabei wiederentdeckt.

München. Eines hat der 3:1-Sieg des FC Bayern München über den FSV Mainz 05 gezeigt: Wenn die Bayern wollen, dann können sie auch. Der deutsche Rekordmeister nutze, wie so oft, die schläfrige Startviertelstunde des Kontrahenten eiskalt aus. Ehe sich die Zuschauer in der Allianz Arena umsahen, führten die Münchner bereits mit zwei Toren und sorgten damit für die zügige Vorentscheidung.

Auch in der Vorsaison erwischte der FC Bayern einen Traumstart, den ersten Spieltag mal ausgenommen. Es folgte Kantersieg um Kantersieg – in dieser Saison zählt jedoch wieder die altbewährte bayrische Devise: Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss.

Das Spiel gegen den „Karnevalsverein“ machte nur bedingt Spaß, denn die Zuschauer bekamen nicht das erwartete Torfestival zu sehen, sondern die „totale Dominanz“ früherer Zeiten. Ein bisschen erinnerte es an die Zeit des Tulpengenerals. Einen Unterschied gibt es jedoch: Wenn die Bayern ein Tor schießen wollen, dann sind sie jeder Zeit dazu in der Lage.


„Nach dem Gegentor haben wir dann das Ruder wieder übernommen, uns viele Chancen erarbeitet und am Ende verdient gewonnen.“


- Jupp Heynckes

Eine harsche Attacke von Dante im eigenen Sechzehner inklusive anschließenden Strafstoßes zwang die Hausherren, die Schlagzahl wieder zu erhöhen. Jupp Heynckes sagte passend dazu nach der Partie: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben in der ersten halben Stunde exzellenten Fußball gespielt. Danach waren wir zu passiv und haben den Gegner kommen lassen. Mainz hat weiter an sich geglaubt und sich gewehrt. Nach dem Gegentor haben wir dann das Ruder wieder übernommen, uns viele Chancen erarbeitet und am Ende verdient gewonnen.“

Nach dem Anschlusstreffer schalteten Schweinsteiger und Kollegen wieder einen Gang nach oben. Dass die erneute Zwei-Tore-Führung erst in den Schlusssekunden fiel, lag an der haarsträubenden Chancenauswertung. Man darf aber getrost festhalten, dass die Münchner auch ohne „Robbery“ plötzlich Kreativität und Esprit besitzen.

In der Schlussphase kam auch Javier Martinez wieder zu seinem Einsatz. Er gewann nicht nur gefühlte hundert Prozent seiner Zweikämpfe, den Begriff „Fehlpass“ scheint im Wortschatz des Basken keinen Platz zu haben. Ein echter Genuss, diesem Millionen-Mann beim Fußballspielen zuzusehen. Man hat fast das Gefühl, dass er seine Ablöse tatsächlich wert sein könnte...



Einer saß weiterhin auf der Tribüne und schaute nicht ganz so glücklich drein. Mario Gomez sah, wie sein Sturmpartner, und Kontrahent, auch im fünften Pflichtspiel einen Treffer markierte. Mario Mandzukic schaffte damit etwas, das es beim FC Bayern noch nie gab! Der Kroate fasste das Spiel kurz und knapp zusammen: „Es macht derzeit viel Spaß. Wir haben Mainz nicht unterschätzt, aber es ist nach Länderspielpausen nicht so leicht, weil viele Spieler auf der ganzen Welt unterwegs waren.“ Und Mario Gomez? Der verließ die Allianz Arena ganz still und heimlich...

EURE MEINUNG: Wie stark schätzt Ihr die Bayern nach dem gelungenen Saisonstart ein?

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