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Am Samstag trifft der VfB Stuttgart auf Fortuna Düsseldorf. Für VfB-Stürmer Martin Harnik ist es ein besonderes Spiel. In Düsseldorf schaffte er einst den Durchbruch.

Düsseldorf. Es war nur ein Jahr, aber für Martin Harnik war es eine ganz besondere Zeit. Und so werden es für den österreichischen Nationalstürmer auch außergewöhnliche 90 Minuten sein, wenn er am Samstag um 15.30 Uhr mit dem VfB Stuttgart auf Fortuna Düsseldorf trifft.

„Ich hatte in Düsseldorf ein Super-Jahr, habe mich total wohlgefühlt und hänge noch immer an der Fortuna“, sagte der 25-Jährige der Bild-Zeitung. Es ist eine Aussage, die wenig überraschend ist, schaffte Harnik doch in Düsseldorf den Durchbruch.

Bevor er im Sommer 2009 zur Fortuna wechselte, durchlebte der Angreifer bei Werder Bremen zwei durchwachsene Jahre. Nur 17 Mal kam er in der Bundesliga für die Hanseaten zum Einsatz, nur ein Tor gelang ihm. Es gab wenige, die dem gebürtigen Hamburger damals zutrauten, einmal eine gewichtige Rolle im Profi-Fußball zu spielen.



13 Tore in 30 Spielen

Norbert Meier tat es und lieh als Trainer des damals frisch gebackenen Zweitligisten den Stürmer für eine Saison aus. Mit 13 Toren in 30 Spielen begeisterte Harnik sowohl die Verantwortlichen als auch die Fans, nicht zuletzt dank seines spektakulären Treffers per Seitfallzieher zum 1:0 bei Alemannia Aachen im März 2010 ist er den Düsseldorfern sehr positiv in Erinnerung geblieben.

Harniks starke Leistungen brachten Fortuna schließlich aber auch um die Chance, ihn länger an den Verein binden zu können. Finanziell viel besser aufgestellte Klubs buhlten im Sommer 2010 um den Spieler, der sich für einen Wechsel zum VfB Stuttgart entschied – aber der Fortuna noch mehr als einmal einen Besuch abstattete.

Zuletzt war er im Mai beim Aufstieg gegen Hertha BSC in Düsseldorf und feierte danach mit den ehemaligen Kollegen ausgelassen in der Edel-Diskothek „Nachtresidenz“. Schon im Winter hatte er im Fortuna-Trainingslager im österreichischen Maria Alm vorbeigeschaut.

Gleichzeitig avancierte er in Stuttgart zum Top-Stürmer. In 66 Bundesliga-Spielen hat er bislang 26 Tore geschossen. Eine Quote, die er am Samstag verbessern will – obwohl der Gegner die alte Liebe ist. Harnik in der Bild-Zeitung: „Wir brauchen dringend die 3 Punkte. Auch wenn es gegen Fortuna geht, bin ich beim VfB unter Vertrag und mit ganzem Herzen dabei.“ Trifft er, will er auch ganz normal jubeln.



Meiers Bitte: Triff das Tor nicht!

Sein Ex-Trainer Meier (Harnik: „Ich habe ihm viel zu verdanken“) schickte bei der Düsseldorfer Pressekonferenz freundliche Grüße nach Stuttgart, verbunden mit der nicht ganz ernst gemeinten Bitte, beim Aufeinandertreffen nicht das Tor zu treffen.

„Wir freuen uns, dass er sich in Stuttgart durchgesetzt hat. Jetzt hoffen wir aber mal, dass er am Wochenende alles beiseite schiebt und nicht nur verkündet, dass er Fortune war und noch ein bisschen ist, sondern das auch im Spiel ein bisschen zeigt“, sagte Meier, der sich gerne an die gemeinsame Zeit zurückerinnert: „Martin kam hierher und hat von Beginn an funktioniert. Der ist sauber, der ist in Ordnung. Wir haben sehr, sehr gerne mit ihm zusammengearbeitet.“

Wenig später legte Meier dann sogar noch nach, als er sagte: „Ja, ich mag den Jungen.“ Dabei wird es wohl auch unabhängig vom Ergebnis am Samstag bleiben.

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