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Der Bayernmogul ist besorgt ob des immer öfter auftretenden Fehlverhaltens der „Fans“. Eine große Zukunft dagegen bescheinigt er Neuzugang Javi Martinez.

Köln. Uli Hoeneß wie er leibt und lebt: in einer Podiumsdiskussion mit Bild.de sprach der FC Bayern München-Präsident gleich mehrere Themen direkt an und redete dabei Tacheles. Von dem schockierenden Verhalten der Anhängerschaft des 1. FC Köln, über den Konkurrenzkampf mit dem Rivalen Borussia Dortmund bis hin zu Nationaltrainer Joachim Löw war alles dabei.

Situation in Köln „kritisch“

Der Fall des Kölner Profis Kevin Pezzoni schlug in letzter Zeit hohe Wellen. Dieser bat um die Auflösung seines laufenden Vertrages, nachdem unbekannte „Fans“ unter anderem vor seinem Haus lauerten und ihn bedrohten. Für Hoeneß hört hier der Spaß auf: „Viele Vereine, die das Problem zu spät erkannt haben, haben heute Riesen-Probleme. Der FC Köln ist dafür ein katastrophales Beispiel, wie die Dinge eskalieren können. Beim letzten Bundesligaspiel in Köln haben wir mittags mit dem Vorstand vom FC beim Essen zusammengesessen. Da waren sie bereits sehr ängstlich, weil sie nicht wussten, wie ihr Nachmittag ablaufen würde, wenn sie absteigen. Und wenn ich mal so weit bin, dass ich Angst haben muss vor unseren eigenen Fans, dann wird‘s kritisch“, erzählt der 60-Jährige.

„Dortmund regional, Bayern ein 'Global Player'“

Etliche Sorgenfalten weniger schien Hoeneß der Konkurrent aus Dortmund zu bereiten. „Ich glaube nicht, dass Dortmund bei der Vermarktung an uns vorbeigezogen ist. Die Tradition aus 30 Jahren wahnsinnigen Erfolgen wird der BVB nie, nie, nie aufholen können“, lautet seine Devise. Um dies zu schaffen, müsste der BVB „noch zehnmal hintereinander Meister werden, um vielleicht populärer zu werden. Dortmund sei demnach „eine relativ regionale Sache“, Bayern dagegen ein „Global Player“.

Löw muss Spieler „unter Druck setzen“

Zu der Kritik an Bundestrainer Joachim Löw äußerte Hoeneß sich ebenfalls. „Ich akzeptiere diese brutale Kritik, die teilweise geführt wird, nicht. Ich bin der Meinung, dass Jogi Löw ein guter Trainer ist. Er hat sehr gute Arbeit geleistet, aber ich glaube, man muss den Spielern mal mehr den Tarif ansagen und sie viel mehr unter Druck setzen. Dazu müssen diese ganzen Flausen, die sie teilweise im Kopf haben, wie Hacke, Spitze usw., reduziert werden“, so der Bayern-Boss.

„Martinez so gut wie Busquets oder Xabi Alonso“

Was den Rekordtransfer des Spaniers Javi Martinez angeht, so ist Hoeneß von dessen Richtig- sowie Wichtigkeit überzeugt: „Die 40 Millionen für Javi ist ein Betrag, der in Regionen kommt, die ich früher kritisiert habe. Aber der Unterschied zwischen Bayern und Real oder Barcelona ist, dass wir das Geld bezahlt haben und keinen Kredit aufnehmen mussten. Das wird jetzt kein Normalfall“, erklärt er. Die Qualität des Neuankömmlings schätzt er dabei als sehr hoch ein: „Ich denke, dass Martinez so gut ist wie Busquets oder Xabi Alonso.“

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