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Der Bayern-Boss droht den beiden Ex-Profis Oliver Kahn und Mehmet Scholl. Bei zu FCB-kritischen Experten-Auftritten im TV rückt ein Job beim Rekordmeister in weite Ferne.

München. Was Mehmet Scholl und Oliver Kahn eben ihrer Zeit beim FC Bayern München gemeinsam haben? Sie sind TV-Experten für die Nationalmannschaft und die Champions League. Die ungefilterte Meinung der ehemaligen Stars des FC Bayern ist Karl-Heinz Rummenigge derweil ein Dorn im Auge. Auch eine Spitze gegen den BVB konnte er sich nicht verkneifen.

Kahn im Fokus

„Bisher hat sich mir zumindest noch kein Vorteil dabei aufgetan“, sagte der Vorstandschef gegenüber Sport Bild. Der ehemalige Welttorhüter des Rekordmeisters - Oliver Kahn – steht dabei besonders im Fokus. Ab dieser Saison ist er neben der Nationalelf auch Experte für die Champions-League-Partien der Bayern.

Kahn einer wie Matthäus?

Rummenigge gibt Kahn bereits vor dem ersten Spiel der Königsklasse einen guten Rat. Er soll sich mit seiner Meinung nicht eine mögliche Anstellung beim FCB versauen: „Wir haben ja ein prominentes Beispiel mit Lothar Matthäus. Der hat sich irgendwann um Kopf und Kragen geredet und sich die Tür beim FC Bayern zugeschlagen.“

Meinungsfreiheit ade?

Noch ist die Türe an der Säbener Straße für Oliver Kahn nicht zu. Vorbei ist es allerdings scheinbar mit der Meinungsfreiheit bei den Bayern. Bestes Beispiel: Mehmet Scholl, der während der Euro 2012 im Sommer Mario Gomez für dessen Leistungen kritisierte, bekam von den Bayern-Oberen deren Meinung aufgezeigt.

Nebenbeschäftigung aufgeben oder Job weg

„Sobald dessen Verträge mit Fernsehen und Werbung, die hier kritisch gesehen werden, auslaufen, werden sie auch nicht verlängert. Basta. Man muss sich irgendwann entscheiden, welchen Weg man gehen will: den als Trainer oder den als Experten. Beides harmoniert nicht“, zeigte sich Rummenigge wenig kooperativ gegenüber Scholl, der bei den Bayern Amateur-Trainer ist. „Das Wort Lob scheinen einige unserer Ex-Spieler in dieser Rolle vergessen zu haben.“

Klappe halten oder Job weg – der Umgang bei den Bayern ist rau geworden. Ehemalige Spieler sollen und dürfen sich öffentlich wohl nicht kritisch äußern.

Keine Experten beim BVB

Die obligatorische Spitze gegen Meister Borussia Dortmund darf trotzdem nicht fehlen. „Ein Klub wie Dortmund hat damit weniger Probleme. Da sie in den letzten zehn Jahren keinen Erfolg hatten, haben sie unter ihren Ex-Spielern auch keine Experten.“ Rumms!

EURE MEINUNG: Gehen Oliver Kahn und Mehmet Scholl mit ihren Kritiken zu weit?
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