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Vor der WM 2010 war er Stammtorwart im DFB-Gehäuse. Diesen hat er an Manuel Neuer verloren. Genauso wie in Leverkusen. Nun ist er beim HSV und erlebte selbst einen guter Start.

Hamburg. Bislang ist Hamburgs neuer Torwart Rene Adler einer der wenigen Lichtblicke beim schlecht in die Saison gestarteten Hamburger SV. Mit starken Leistungen konnte der ehemalige DFB-Nationaltorhüter zwei Debakel gegen Nürnberg und Bremen verhindern. Trotz seiner persönlich starken Leistungen macht sich der 27-Jährige Gedanken über die Probleme des Vereins.

Keine Freude über seine Leistungen

Das wird auch im Gespräch mit dem kicker deutlich, wo er auf seinen guten Saisonstart keinen Wert legt und stattdessen über den ausbleibenden Erfolg spricht: „Davon will ich wirklich gar nichts wissen, darüber kann ich mich nicht freuen. Natürlich ist es entscheidend für mich, Leistung zu bringen – aber, um zum Erfolg beizutragen. Das hat bisher nicht geklappt. Wenn ich als Torwart viel zu tun habe, ist das immer ein Zeichen, dass wir als Mannschaft nicht gut stehen.“

„Es ist das Größte für mein Land zu spielen“

Dennoch gibt es den positiven Nebenaspekt, dass Adlers-Aktien im Hinblick auf ein Nationalmannschaftscomeback beträchtlich steigen dürften. Deshalb kann der gebürtige Leipziger seine Freude auch nicht verbergen: „Mein Vater hat mir das erzählt, er hatte es im kicker gelesen. Natürlich ist das schön. Ich habe immer gesagt, es ist das Größte, für mein Land zu spielen. Es ist komisch, die Länderspiele seit meiner Verletzungspause zu verfolgen. Einerseits hab ich mal dazugehört,
andererseits ist das jetzt ganz weit weg. Da sind gemischte Gefühle, ganz klar. Die Aussage des Bundestrainers freut mich vor allem menschlich.“

SO GEHT ES WEITER
Hamburgs anstehende Aufgaben
16.9.
Eintracht Frankfurt (A)
22.9.
Borussia Dortmund (H)
26.9.
Borussia M'Gladbach (A)
29.9. Hannover 96 (H)
6.10.
Greuther Fürth (A)
20.10. VfB Stuttgart (H)

Großer Trainingseifer

Die vergangene Spielzeit war durch die körperlichen Beschwerden auch mental nicht einfach zu verkraften. Deshalb liegt der ausschließliche Fokus bei Adler nicht nur auf starke Leistungen, sondern er setzt bewusst andere Prioritäten: „Dass ich wieder richtig Spaß am Fußball habe. Die Balance aus Lust und Anspannung stimmt. Ich weiß, dass ich gut drauf bin, spüre es bei jeder Flanke. Ich spiele mutig, komme unheimlich gern zu jedem Training.“

Rückkehr der totalen Leichtigkeit

Adler stand als Nationaltorhüter stets im totalen öffentlichen Fokus. Jede Trainingsleistung wurde vom damaligen Stammtorhüter des DFB-Teams genaustens bewertet. Ein Druck, der enorm gewesen ist. Über seine jüngere Vergangenheit urteilt er nun im kicker: „Ich hatte natürlich auch bei Bayer, als ich reingeworfen wurde, diese totale Leichtigkeit. Aber da hatte ich noch nicht die Erfahrung von jetzt, habe mir dann schnell viel Druck gemacht, teilweise dann auch unter Schmerzen gespielt. Jetzt ist diese totale Leichtigkeit wieder da. Ich würde sagen: Ich fühle mich so gut wie noch nie!“

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