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Der Plan B der Mainzer: Ivan Klasnic freut sich über seine Rückkehr nach Deutschland, zur Familie und in die Bundesliga. Noch hat er aber Aufholbedarf.

Mainz. Ivan Klasnic fühlt sich pudelwohl mit seiner neuen Aufgabe beim 1. FSV Mainz 05. Neben der sportlichen Perspektive bei Mainz und der Tatsache, überhaupt wieder einen Verein gefunden zu haben, reizt es den in Hamburg geborenen Stürmer, wieder näher bei seiner Tochter zu sein. Jetzt klärte er auch auf, was hinter den verschiedenen Gerüchten der Sommerpause steckt und ob er sich noch einmal an die Nationalmannschaft herankämpfen will.

„Ich bin überglücklich“

Nach Nantes und Bolton ist Klasnic zurück und freut sich irrsinnig auf die neue Aufgabe: „Ich bin überglücklich, wieder in der höchsten deutschen Spielklasse zu sein.“ Er stellt allerdings gleich klar, dass es nicht jeder Verein hätte sein dürfen: „Es war eine Entscheidung zugunsten von Mainz 05. Und auch private Dinge spielten eine wichtige Rolle, dass ich eine Rückkehr nach Deutschland in Erwägung gezogen habe. Meine Tochter Fabiana-Collien lebt in Hamburg. Ich wollte so nah wie möglich bei ihr sein.“

La Coruna oder Liverpool

Den Sommer über war der Mittelstürmer vereinslos und bald rankten sich einige Gerüchte um seinen Verbleib, die dann sogar vom Präsidenten von La Coruna geschürt wurde. Er soll bereits beim spanischen Club im Wort gestanden haben. „Das stimmt so nicht. Es stimmt, dass ich mit mehreren anderen Vereinen gesprochen habe. Nicht nur mit La Coruna, sondern auch mit Klubs, die über mehr Geld verfügen.“ Ob es nun Liverpool oder doch andere Klubs waren, will der Kroate jedoch offenlassen: „Ich will das nicht bestätigen. Doch ich kann sagen, dass auch englische Vereine an mir interessiert waren.“

Plan A: Ramos – Plan B: Klasnic

Eigentlich wollte sich Mainz 05 in den letzten Tagen des Transferfensters Adrian Ramos von Hertha BSC schnappen. Der Wechsel kam nicht zu Stande, also wurde mit Ivan Klasnic verhandelt. Auch öffentlich wurde dieser Schritt als „Plan B“ verkauft. „Ob Plan B oder Plan A, es ist mir egal. Tatsache ist, dass die Mainzer mich angerufen haben, nicht ich mich gemeldet habe. Sie wollten mich“, sagt der 32-Jährige selbstbewusst. Und im Allgemeinen stellt er klar: „Ich glaube, dass ich niemandem mehr etwas beweisen muss. Ich habe immer noch Spaß am Fußball und will nochmal Gas geben.“

Und dann die Rückkehr in die Nationalelf?

„Ich habe die Nationalmannschaft nie abgeschrieben, obwohl Slaven Bilic andere bevorzugt hat“, blickt Klasnic zurück. Auch den ersten Kontakt mit dem neuen Nationaltrainer Kroatiens gab es bereits: „Igor Stimac, der neue Coach, hat mich unlängst angerufen, sich erkundigt. Er sagte mir, wenn ich wieder einen Klub habe und die entsprechende Leistung bringe, stehe ich auf seiner Liste.“ Den neuen Verein hat er, nun muss er noch die Leistung bringen. Aber wie gut steht es schon um seine Fitness?

„Es reicht noch nicht für 90 Minuten“

Den Sommer über hatte Klasnic keinen Klub und damit auch kein geordnetes Training: „Ich habe für mich allein trainiert. Und ich durfte bei Amateurmannschaften in Hamburg mitmachen. Klar, dass individuelles Training nicht das Üben mit einer Mannschaft ersetzt. Ich weiß, dass ich noch Nachholbedarf habe. Mir ist klar, dass ich noch extra etwas tun muss.“ Jetzt steht erst einmal die erste Einheit mit den neuen Kollegen an: „Am Donnerstag trainiere ich erstmals in Mainz. Am Mittwoch wurde meine Tochter eingeschult, nachmittags war ich in Mainz laufen.“ Der erste Joggingschritt ist getan. Der Rest folgt nach der Länderspielpause. „Mal sehen, wie der Trainer plant. Ich werde es mit ihm besprechen. Gewiss ist, dass es für 90 Minuten noch nicht reicht.“ Und dann warten die Bayern...

Wiedersehen mit den Bayern am nächsten Spieltag

„Ich habe gute Erinnerungen an München. Und ich freue mich auf die neue Arena. Die kenne von innen nämlich noch nicht. Bei Werder fiel ich damals aus wegen meiner Nierenerkrankung.“ Dann darf man gespannt sein, ob der Trainer bereits mit ihm plant, ob Klasnic spielen wird und noch einmal wichtige Tore gegen den Rekordmeister vorbereiten und selbst erzielen kann wie schon damals bei Werder Bremen, wo er sich gar zu einem „Bayern-Schreck“ gemausert hatte.

 

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