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Nils Petersen spricht in einem Interview über Zurückhaltung, seinen Vater als Mentor, die Zeit bei Bremen und die damit verbundene Rückkehr zu den Bayern.

Bremen. Nils Petersen ist für ein Jahr auf Leihbasis vom FC Bayern München zum SV Werder Bremen gewechselt. Dort sind die Erwartungen an ihn höher als bei den Bayern, glaubt er.

Sein Vater als Bezugsperson

Doch zunächst sprach Petersen im Interview mit der Bremer Kreiszeitung über seine Erziehung: „Meine Eltern haben mich so erzogen und mich auf meinem Weg so begleitet, dass ich nie abheben kann.“ Sein Vater, der momentan den Regionalligisten 1. FC Magdeburg trainiert, war für ihn immer eine wichtige Bezugsperson: „Er war auf jeden Fall der, der mich immer auf den Boden zurückgeholt hat. Er war auch nie zufrieden mit mir. Mein Vater hat mich immer zurückgepfiffen, hat gesagt: Bleib ruhig, du musst dich erstmal dauerhaft beweisen!“

„Erwartungen an mich in Bremen höher als in München“

Das ist nun sein Ziel in Bremen: „Deshalb bin ich ja auch nach Bremen gekommen. Ich will mich in der Bundesliga etablieren. Und ich freue mich, dass ich hier die Chance bekomme, mich weiterzuentwickeln.“ Doch neben der Chance, die er bekommt, verspürt der 23-Jährige auch Druck: „Eigentlich sind die Erwartungen an mich in Bremen doch höher als in München. Dort hat niemand von mir erwartet, dass ich sofort treffe. In Bremen schon.“

ANSPRUCHSVOLLES PROGRAMM
Werders anstehende Aufgaben
15.9.
Hannover 96 (A)
23.9.
VfB Stuttgart (H)
26.9.
SC Freiburg (A)
29.9. FC Bayern (H)
6.10.
FC Augsburg (A)
20.10. Borussia M'Gladbach (H)

„Nach München zurückzugehen, würde mir nicht leicht fallen“

Daher ist er froh, dass er gegen Hamburg sein erstes Pflichtspieltor für Werder erzielen konnte: „Mit dem Tor zum 2:0 ist schon ein bisschen Druck von mir abgefallen. Nachdem ich in den ersten beiden Spielen Chancen ausgelassen hatte, war ich innerlich geknickt, das gebe ich zu.“ Der Stürmer fühlt sich in Bremen sehr wohl: „Alles ist nicht so groß hier, ich mag mehr die kleinen Städte.“ Daher verkündet er bereits jetzt: „Ich weiß jetzt schon, dass es mir nicht leicht fallen würde, nach der Saison wieder nach München zurückzugehen.“

„Wenn ich keine Tore schieße, habe ich bei Bayern München nichts zu suchen“

Über seine Zeit in München sagte er: „Ich war Realist und wusste, dass es Zeit brauchen würde, sich in einer Mannschaft wie die der Bayern zu etablieren. Aber ich wollte es dennoch auf Anhieb schaffen, habe mir selbst viel Druck gemacht.“ Noch ist seine Rückkehr nach München nicht 100-prozentig sicher, doch er weiß, was dafür nötig ist: „Logisch, wenn ich keine Tore schieße, habe ich bei Bayern München nichts zu suchen.“

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