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Die holländische Transferbombe des HSV erklärt, dass nicht das Geld, sondern seine Zuneigung zu seinem alten und neuen Verein der Grund für den Wechsel nach Hamburg war.

Hamburg. Rafael van der Vaart verzichtet mit seinem Wechsel zum Hamburger SV auf viel Geld. Die Rückkehr zum Nordlicht der Bundesliga war für ihn allerdings etwas, worauf der Oranje-Star nicht verzichten konnte, schließlich handele es sich um eine Herzensangelegenheit.

Wahre Gefühle statt barer Münze

Der holländische Mittelfeldregisseur kassierte bei den Tottenham Hotspurs ein Netto-Jahresgehalt von 3,9 Millionen Euro, was ungefähr einer Vergütung von 300.000 Euro im Monat entspricht. Und das war dem 100-maligen niederländischen Nationalspieler bis zum Jahr 2014 garantiert.

Doch mit seinem Transfer nach Hamburg hat er diese Ansprüche verwirkt. Beim HSV wird der dribbelstarke Linksfuß zukünftig vier Millionen Euro verdienen. Klingt im ersten Moment super, aber bei dieser Ziffer handelt es sich nur um einen Brutto-Betrag. Der ausbezahlte Netto-Lohn beträgt also im Vergleich zu seiner Zeit in England nur die Hälfte von dem, was er bei den Spurs jährlich auf sein Konto überwiesen bekam.

Halbes Gehalt, aber volle Zufriedenheit

Der Publikumsliebling verdient dadurch in Zukunft nur noch die Hälfte, aber das scheint dem Mittelfeldstrategen wenig zu schmerzen, den ein anderer Faktor, den man nicht in Zahlen packen kann, überwiegt und lässt den finanziellen Verlust emotional verblassen.

„Geld ist nicht so wichtig für mich, es spielt nicht die große Rolle. Mein Herz hängt am HSV. Und ich wollte unbedingt hierhin“, erklärt van der Vaart gegenüber der Bild.



Ohne van der Vaarts Entgegenkommen und Opferbereitschaft gäbe es keine Wiedervereinigung

Wäre der Ballzauberer nicht mit seinen Verdienstvorstellungen weit heruntergegangen, wäre ein erneutes Engagement undenkbar gewesen, wie Sportchef Frank Arnesen zu berichten weiß: „Der Vertrag wurde am letzten Tag zu unserem Vorteil verändert.“

Der Edel-Techniker ist ein absoluter Emotionsmensch. Dafür liebten ihn die Hamburg-Fans genauso sehr wie für seine Künste am Ball. Die Liebesgeschichte, die durch Affären mit Real Madrid und Tottenham unterbrochen wurde, wird so endlich wieder fortgesetzt. Die Anhänger vermissten ihren Favoriten und ihr „Auserwählter“ vermisste sie. Umso mehr wird diese neu geschlossene sportliche Ehe an Bedeutung gewinnen, denn der 29-jährige Niederländer weiß, auf was er verzichten musste und das schätzt er nun mehr alles andere, selbst Geld. Und die Fans werden ihren Helden nur noch mehr dafür lieben, dass er in dieser sportlich schwierigen Zeit und nach sovielen Entbehrungen zurückgekehrt ist. Bei der 0:2-Niederlage gegen Werder Bremen saß er noch auf der Tribüne, aber bald ist er da, wo er sein will und ihn alle sehen wollen, auf dem Rasen im Dress seines geliebten Hamburger SV.

EURE MEINUNG: Sind der HSV und van der Vaart einfach unzertrennbar und knüpft der Holländer an die Glanzzeit seiner Karriere an?
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