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Nationalspieler Thomas Müller sehnt sich nach mehr zwingender Härte im Spiel des FC Bayern, denn nicht alle Probleme wären mit fußballerischen Mitteln allein zu lösen.

München. Thomas Müller weiß, dass der FC Bayern München Erfolge gewohnt ist und fußballerisch mit den ganz großen Teams in Europa auf Augenhöhe steht. Doch nach zwei titellosen Jahren weht dem Team von der Säbener Straße ein „rauer Wind“ ins Gesicht und Müller wünscht sich, dass die Münchener in Zukunft ihren Gegnern ähnlich „entgegen stürmen“.

Müller vermisste in der Vergangenheit die Kompromisslosigkeit

Der 22-jährige Angreifer des FC Bayern bemängelte, dass die gesunde Härte in den letzten beiden Spielzeiten im Spiel der Mannschaft von der Isar gefehlt habe: „Vor allem die letzten beiden titellosen Jahre waren unruhig. Vielleicht ist es unser Problem, dass wir Spieler haben, die viel fußballerisch lösen wollen und nicht so die Klopfer sind. Vielleicht waren wir vergangene Saison auch mehrfach zu brav. Aber im Spiel gegen den Ball werden wir unser Spiel verbessern – eben weniger kuscheln, sondern mehr klopfen“, so Müller laut Bild.

Nun sollen unbedingt wieder Titel geholt werden: „Wenn du zwei Jahre keinen Titel holst, sind automatisch alle hungriger. Wir können uns jetzt nicht mehr einreden, dass wir eh die Besten sind, dass wir alles gewinnen. Wir wissen von Beginn an, dass wir endlich wieder was zeigen müssen. Der Vorteil von den zwei titellosen Jahren ist, dass jeder nach Erfolg lechzt.“

Der Trainer gibt klarere und konsequentere Instruktionen

Auch zum Trainer äußerte sich Müller: „Die Ansprachen sind nicht härter, aber deutlich und sehr konsequent. Nachdrücklich trifft es am ehesten.“ Das Ende der Karriere von Jupp Heynckes beim FC Bayern nach dieser Saison, sei nur spekulativ. Der 32-fache deutsche Nationalspieler sieht den Bayern-Coach eher vor Motivation und Tatendrang strotzen. Der Ehrgeiz sei größer als je zuvor.

Matthias Sammers hätte zwar nicht alles, aber einiges geändert

Die Verpflichtung von Matthias Sammer als neuen starken Mann am Ruder des bayrischen Erfolgsschiffes sei eine große Bereicherung für den Verein und die Spieler , insbesondere auf mentaler Ebene.

„Matthias Sammer hat den Verein nicht binnen eines Monats komplett auf den Kopf gestellt. Aber er gibt eine Idee vor und er vermittelt auf jeden Fall Erfolgsdenken. Er vermittelt die Gier nach Erfolg. Diese Wachsamkeit, diese Geilheit nach Erfolg, diese Scharfsinnigkeit, auf alles zu achten, vermittelt er. Das bringt uns weiter. Ich hoffe, dass es jeder verinnerlicht. In einem Spiel, wo wir 2:0 vorne liegen, dürfen wir auch in der 90. Minute nichts mehr zulassen. Das Champions-League-Finale haben wir in den letzten Minuten verloren. Sowas darf uns nicht mehr passieren“, so Müller.



Große Last auf den Schultern des Münchner Rekordtransfers Martinez

Der Offensivmann ist sich auch bewusst, welch Druck und Erfolgserwartung auf Neuzugang Javier Martinez lasten. Es sei klar, dass viel von dem Spanier erwartet wird. Zwar könne ein „Sechser“ nicht zaubern oder optisch wahrnehmbar große Kunststücke zeigen, aber er müsse das Spiel aus dem Mittelfeld heraus lenken. Einen durchschlagenden Erfolg für Martinez wünsche sich auch Müller, denn das wäre gleichbedeutend mit einer erfolgreichen Verstärkung des Teams und dafür würde die Mannschaft den neuen Spieler unterstützen und gut aufnehmen.

Müller absolvierte bis dato 107 Einsätze für die Münchner und markierte in diesen Partien 33 Treffer für seinen Arbeitgeber. Der variable Offensivmotor peilt diese Saison mit dem FC Bayern alle drei möglichen Titel an.

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