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Magath ist für seine Transferpolitik bekannt, die darauf basiert, viele Spieler zu holen. Er weist jedoch jegliche Kritik, dass er zuviel Geld ausgebe, energisch von sich.

Wolfsburg. Felix Magath ist in dieser Transferperiode erneut seinem Ruf gerecht geworden und krempelte den VfL Wolfsburg gründlich um. Er verpflichtete sieben neue Spieler für den Bundesligisten. Doch der Trainer und Manager bezeichnet sein Image als „höchst unfair“- seine Arbeit sei auf Langfristigkeit angelegt.

Nicht mit Geld um sich geschmissen

Im Interview mit der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung (WAZ) wehrt sich der 59-Jährige gegen die Kritik, dass er ein „Großeinkäufer“ sei. „Was da erzählt wird, sehe ich sehr kritisch - weil wir eben nicht übermäßig viel Geld investiert haben.“ Bisher gab der frühere Schalke-Coach 19 Millionen Euro für sieben Spieler aus. Zudem kommen noch zwei Nachswuchskräfte aus der eigenen Jugend in den Profi-Kader, und es stoßen noch sieben Akteure dazu, die in der vergangenen Saison an andere Vereine ausgeliehen waren.

Kader ist sehr groß

Der Kader umfasst damit aktuell 40 Spieler, was den Ligaspitzenwert darstellt. Doch auch eine Reihe von Akteuren verließen die Autostadt. Sieben Lizenzspieler wechselten zu anderen Klubs und weitere acht sind ausgeliehen worden. Magath zu diesem Umstand: „Es wird immer noch transportiert, dass hier in Wolfsburg Geld nur ausgegeben wird. Dass wir auch Geld einnehmen, wird oft vergessen.“ Damit verweist er auf den Transfer von Mario Mandzukic zum FC Bayern, der 13 Millionen Euro in die Kassen spülte. Mit dem Spanier Benat Etxebarria könnte aber noch ein weiterer Spieler für rund zehn Millionen Euro hinzukommen.

Eine Philosophie

Der frühere HSV-Mittelfeldmann betont, dass er bei den Niedersachsen „auch kein Geld rausgeworfen“ hätte. In der Vorsaison wurden 20 Spieler für rund 50 Millionen Euro eingekauft und trotzdem den internationalen Wettbewerb nicht erreicht. Die Beurteilung seiner Transfers würde ihn in ein falsches Licht setzen, denn er folge einem Konzept: „Da wird aber oft vergessen, dass unsere Arbeit hier nachhaltig angelegt ist und eben nicht kurzfristig“, so Magath in der WAZ.

Der Situation geschuldet

Sein Image als „Großeinkäufer“ erachtet er als „höchst unfair“, da er immer mit schwierigen Situationen bei seinen Trainerstationen konfrontiert wurde. Auch schon bei Schalke 04 wurde die „Kaufsucht“ des 59-Jährigen beklagt. Doch meist sei bei dieser Berichterstattung außen vor gelassen worden, dass er in den vergangenen fünf Jahren „dreimal eine ganz neue Mannschaft aufbauen musste“, so Magath.


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