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Im letzten Test trafen die Rheinhessen auf den Vertreter der Primera Division. Dabei zog sich der Bundesligist mehr als achtbar aus der Affäre.

Mainz. Vor 18.000 Zuschauern gastierte der spanische Erstligist FC Sevilla in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Mainz 05 begann ohne Neuzugänge und die Andalusier vorerst ohne die Europameister Jesus Navas und Alvaro Negredo.

Verhaltene erste Halbzeit

Gleich zu Beginn zeigten die Gastgeber die höhere Laufbereitschaft und konnten nur durch nicklige Fouls gestoppt werden. Daraus resultierte auch die erste Gelegenheit in der fünften Minute durch einen Freistoß von Andreas Ivanschitz, den Diego Lopez jedoch parierte. In Minute zwölf erneut eine Chance durch den Österreicher, der eine zu kurzgeratene Rückgabe aufnahm und nur knapp am Pfosten vorbei schlenzte.

Die erste Hälfte wurde von beiden Teams zwar verbissen geführt, dennoch waren Chancen im weiteren Verlauf Mangelware. Die Gäste kamen erst in der 43. Minute zu einer Gelegenheit durch Diawara, doch dessen Kopfball ging direkt in die Arme von Keeper Wetklo.

Sechs Treffer im zweiten Abschnitt

Die zweite Halbzeit begann dann furios, als Nicolai Müller durch aggressives Nachsetzen den Ball eroberte und allein vorm Gästekeeper die Nerven behielt und einnetzte. Da waren gerade einmal sieben Minuten im zweiten Abschnitt gespielt. Vier Minuten später erhöhte der Bundesligist auf 2:0, als eine Eckballvariante in der Mitte durch Nico Bungert zum Erfolg führte. Doch die Gäste steckten nicht auf und kamen durch einen artistischen Abschluss von Manu de Moral in der 63. Minute zum Anschluss.

Doch in der 70. Minute konnte eine Kombination der beiden besten Spieler der Mainzer, über Ivanschitz und Choupo-Moting durch den Kameruner erfolgreich abgeschlossen werden. Dabei tanzte er im Strafraum zwei Verteidiger und den Torhüter aus ehe er flach einschob. Mainz wechselte daraufhin einen Großteil der Mannschaft aus und auch die Neuzugänge Junior Diaz und Chinedu Ede kamen zum Einsatz. Die Antwort der Gäste folgte prompt. Ein Stellungsfehler des eingewechselten Svensson konnte der ebenfalls eingewechselte Negredo nutzen und verkürzte erneut. Negredo war es dann auch der in der 86. Minute den Ausgleich nach einer Flanke von Navas erzielte. Ein schöner Schlusspunkt des unterhaltsamen Freundschaftsspiels.

Individuelle Fehler abschalten

Die Akteure auf Mainzer Seite waren nach dem Spiel trotz des verpassten Sieges zufrieden. Torschütze Nico Bungert begründete die Niederlage gegenüber Goal.com: „Heute waren wir in drei Szenen unaufmerksam. Das waren keine Tore, bei denen uns Sevilla ausgespielt hat. Da gilt es, uns in der nächsten Woche wieder wach zu rütteln, um nicht wieder dahin zu kommen, dass wir gute Spiele von uns durch so Gegentore her schenken.“

Ein genaue Zielsetzug für die kommende Spielzit wollte Bungert dennoch nicht abgeben: „Saisonziele formulieren Fußballer allgemein immer ungern. Da kann man eigentlich nur auf die Nase fallen. Wir wollen gute Spiele zeigen und dann schauen, dass wir so schnell wie möglich von den Abstiegsplätzen weg sind.“

Unnötiger Ausgleich

Auch Flügelspieler Marcel Risse sieht den nächsten Entwicklungsschritt im Vordergrund: „Wenn man 3:1 führt, 15 Minuten vor Schluss, dann muss man das im eigenen Stadion über die Runden bringen. Es ist unnötig gewesen, dass wir da noch den Ausgleich kassieren. Aber im Großen und Ganzen sind wir auf einem guten Weg. Unser Ziel ist es, eine bessere Saison zu spielen als in der letzten Spielzeit.“

Sevilla mit Getafe vor der Brust

Ivan Rakitic vom FC Sevilla konnte nur bedingt zufrieden sein, wie er gegenüber Goal.com betonte: „Das Ergebnis geht für uns in Ordnung, da wir drei Tore gemacht haben. Aber es geht nicht in Ordnung, dass wir drei bekommen haben. Aber ich denke es war ein gutes Spiel von uns in der ersten Halbzeit und wir müssen das nun analysieren, um am Samstag drei Punkte zu holen.“ Am Wochenende trifft sein Team im ersten Saisonspiel auf den FC Getafe. Die Mainzer hingegen starten erst am Sonntag im DFB-Pokal gegen Rossbach/Verscheid.

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