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Werder Bremen hat das belgische Ausnahmetalent Kevin de Bruyne vom FC Chelsea ausgeliehen. Der 21-Jährige hat hohe Ambitionen und kann auch mal unangenehm werden.

Bremen. Der spektakuläre Neuzugang vom SV Werder Bremen, Kevin de Bruyne, will immer das Maximum erreichen und strotzt vor Selbstbewusstsein. Gegenüber seinen Mitspielern kann er auch schon mal „böse werden“.

Nach den ersten Tagen der Eingewöhnung, zwei Testspielen und einem ersten Titel gibt der junge Belgier ein positives Fazit ab: „Es war okay und so kann es weitergehen. Im modernen Fußball geht es um Ballbesitz und Bremen hat das schon gut umgesetzt. Vor allem in den ersten 20 Minuten gegen Dortmund haben wir gut gespielt und uns nur bei den Gegentoren als Mannschaft blöd angestellt“, sagte der 21-Jährige im Interview mit Spox.com. Die Bremer gewannen am vergangenen Wochenende den LIGA total! Cup im Endspiel gegen Borussia Dortmund.

„Ich will wichtig sein“

De Bruyne gilt als eins der größten belgischen Talente und wurde vor kurzem vom Champions-League-Sieger FC Chelsea an die Weser ausgeliehen. In der Bundesliga soll sich der Mittelfeldspieler weiter verbessern. Die hohen Erwartungen an seine Person schrecken ihn nicht ab: „Ich will wichtig sein. Ich will das Maximum erreichen, so wie es mir mit Genk gelungen ist. Damals sagte auch jeder, dass wir nichts erreichen würden. Doch wir hörten nicht auf, an uns zu glauben - und schufen 2011 mit dem Gewinn der belgischen Meisterschaft etwas ganz Besonderes.“

Der ehemalige Bremer Marko Marin, der im Sommer an die Stamford Bridge wechselte, hatte offenbar einen gewissen Anteil am Leihgeschäft des Belgiers: „Ich habe ein bisschen mit Marko gesprochen, das ist normal. Doch entscheidend war, was ich und meine Familie denken. Man sollte mehr als hundert Prozent hinter einer Entscheidung stehen. Denn dann bin ich überzeugt, dass sich alles zum Guten wendet”, sagte de Bruyne.

Wer nicht spielen will, soll zuhause bleiben

Sein Selbstbewusstsein zeigte der 21-Jährige schon während der Zeit in Genk, als er öffentlich seine Mitspieler mit den Worten kritisierte: „Ich schäme mich für einige von ihnen. Wenn sie nicht spielen wollen, sollen sie zuhause bleiben.” Als Leader sieht sich de Bruyne zwar nicht direkt, aber: „Ich bin direkt zu den Leuten. Und alles, was ich sage, kommt vom Herzen. Ich werde niemals lügen … manchmal kann ich böse werden.”

Generell sei er aber ein „entspannter Typ” und die Bremer Spieler müssten sich nicht vor ihm fürchten.
Die Bundesliga verfolgt de Bruyne schon seit langer Zeit, ebenso die „Sportschau“. Der Belgier versteht die deutsche Sprache, nur sie zu sprechen fällt ihm bislang noch schwer.

WM 2014 als großes Ziel

Seine Schwächen wollte de Bruyne im Interview nicht verraten. Es sei entscheidend seine Stärken zu fördern und seine Schwachstellen zu verschleiern. Über die Aufgaben des 21-Jährigen im möglichen neuen 4-3-3-System von Trainer Thomas Schaaf haben die beiden offenbar noch nicht ausführlich gesprochen: „Ich muss mehr wissen, wie das Team funktioniert. Nach zwei Testspielen kann ich die Mechanismen noch nicht kennen, daher werden wir die Tage intensiv reden.“

Der 21-Jährige ist Teil einer vielversprechenden Nationalmannschaft. Mit Eden Hazard, Marouane Fellaini und Thibaut Courtois haben es bereits einige junge Belgier in die europäischen Top-Ligen geschafft. De Bruyne selbst sieht das Team auf einem guten Weg: „Es stimmt, in den letzten Jahren haben viele den Wechsel ins Ausland gewagt und sich durchgesetzt. Jetzt müssen wir uns als Team finden und anfangen, zusammenzuspielen. Dann können wir eine großartige Nationalmannschaft sein. Vielleicht gelingt uns auch schon die Qualifikation für die WM 2014. Das wäre sehr wichtig für das gesamte Land.“

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