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Der ehemalige Herthaner versucht sich in der Primera Division durchzusetzen und äußerte nun eine Menge Kritik an seinen alten Arbeitgeber. Glück wünscht er Berlin trotzdem.

Berlin. Patrick Ebert wagt einen Neustart beim spanischen Aufsteiger Valladolid in der Primera Divison. Jetzt äußerte sich der 25-Jährige zu seinen Gründen, weshalb er Hertha BSC verlassen wollte.

Babbels Entlassung ein Grund

Für Patrick Ebert war schon lange klar, dass er die Hauptstädter verlassen wollte. Eine Möglichkeit sich in Berlin weiterzuentwickeln sah er nicht mehr. „Es war alles eingefahren. Immer die gleichen Abläufe und Gesichter“, sagte der Mittelfeldmann gegenüber Bild und ergänzte: „Eines muss ich mal klarstellen: Ich wollte nicht mehr bleiben. Nach der Entlassung von Markus Babbel habe ich das Manager Michael Preetz im Winter mitgeteilt. Egal, ob wir absteigen oder die Klasse halten.“ Der jetzige Hoffenheimer Coach erhält Eberts Rückendeckung. „Mit Babbel wären wir niemals abgestiegen.“

Kaum Typen im Kader

Doch auch seine ehemaligen Kollegen bekamen, mit wenigen Ausnahem, ihr Fett weg. „Wir hatten zu wenig richtige Typen. Spieler, die wie ich zumindest immer kämpfen und sich für Hertha den Hintern aufreißen. Ein Kämpfer wie Peter Niemeyer, ein Thomas Kraft, der immer gewinnen will, und eine Drecksau wie Maik Franz, der leider lange verletzt war. Das war's.“ Ebert ist sich sicher: „Ich habe immer versucht, alles für den Verein zu tun.“

Kritik an Andre Mijatovic

Namen nannte Ebert im Bild-Interview nicht, doch durch die Blume ging dessen Kritik auch an Ex-Kapitän Andre Mijatovic. Selbst sagen durfte der 25-Jährige nichts. „Weil ich sonst bestraft worden wäre. Wenn ich Kapitän gewesen wäre, hätte ich das in Kauf genommen“, kritisierte Ebert die Berliner Rangordnung und ergänzte: „Wenn es nicht läuft, muss ich als Kapitän vielleicht auch mal öffentlich Klartext reden. Wir haben intern viel geredet, aber nie ist was passiert.“

Vor allem die Einstellung der Mannschaft vor dem Relegationsspiel gegen Fortuna Düsseldorf prangerte Ebert an. „Ich hatte das Gefühl, dass einige vor der Relegation Angst hatten. Hallo? Düsseldorf ist doch nicht Real Madrid!“

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