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Die Vorbereitungszeit der Bundesligisten geht so langsam aber sicher in den Endspurt. Wo steht der VfB Stuttgart? Trainer Labbadia sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg.

Stuttgart. Im Schwabenländle ist die Welt derzeit in Ordnung. Der heimische VfB Stuttgart erreichte in der vergangenen Saison einen guten sechsten Tabellenplatz, ist in der Europa League vertreten und der Hickhack um Stürmer Cacau ist ebenfalls beendet. Alles ruhig also rund um die Mercedes-Benz-Arena - wenn da nicht Bruno Labbadia und seine Schützlinge wären. Derzeit ackern die Schwaben für die kommende Spielzeit in der Bundesliga.

Harte Vorbereitung und viel Schweiß

„Ich bin wirklich sehr zufrieden damit, wie die Mannschaft auftritt, nicht nur auf dem Platz. Wir beobachten beispielsweise auch ganz genau, wie sich die Spieler hier in unserem Hotel im Trainingslager den anderen Gästen oder auch dem Personal gegenüber verhalten. Das hat alles gepasst.“

 
Die harte Vorbereitung und die schweißtreibenden Trainingseinheiten sollen den VfB wieder in eine ähnliche Situation bringen wie in der vergangenen Saison. Nach Möglichkeit soll das Ergebnis sogar noch getoppt werden. Laut Trainer Bruno Labbadia ziehen seine Schützlinge dabei alle an einem Strang. „Ich sehe, dass die Spieler bedingungslos den Weg mitgehen, den wir vorgeben. Das ist eine Freude. Das Team hat eine gute Entwicklung genommen. Jetzt sind jedoch drei Dinge entscheidend“, sagte er in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung.

Dreifachbelastung

Nur drei Dinge für den VfB Erfolg? Diese Dinge haben es jedoch in sich. „Erstens ist die Frage, ob diese Entwicklung nahtlos fortgesetzt werden kann oder ob es zwischendurch zu einem Stillstand kommt“, gab der Trainer seine Überlegungen Preis. „Zweitens muss sich zeigen, wie wir mit der Dreifachbelastung in der Liga, im DFB-Pokal und in der Gruppenphase der Europa League umgehen, für die wir uns qualifizieren wollen.“ Zudem sieht Labbadia seinen VfB wohl ohnehin bereits nah an der Grenze des Machbaren: „Und drittens ist es auch noch so, dass wir insgesamt auf einem schmalen Grat wandeln. Es darf nicht viel passieren. Aber wenn es gut läuft, können wir den anderen Mannschaften richtig wehtun.

Cacau weiß woran er ist

Wehtun musste man im Sommer augenscheinlich Stürmer Cacau, dessen Zukunft in Stuttgart zwar gesichert, die Einsatzzeit aber völlig unsicher ist. „Wir brauchen seine Qualität. Mit einem so verdienten Spieler muss man aber auch immer klar und ehrlich umgehen. Das haben wir getan. Wir haben ihm gesagt, dass es von unserer Seite aus keine Stammplatzgarantie geben kann. Ein Trainer muss immer frei in seinen Entscheidungen sein. Cacau weiß das und hat das akzeptiert.“

Der VfB ist auch individuell stark aufgestellt

Trainer Labbadia setzt auf Ehrlichkeit und auf das Kollektiv seiner Mannschaft. Doch nicht nur darauf. Für den ehemaligen Bundesligastürmer kommt es auch auf wichtige Individualisten an: „Wir fordern auch, dass sich einige herauskristallisieren und voranmarschieren. Dieser Prozess läuft – etwa mit Serdar Tasci, der sich auf einem unheimlich hohen Niveau stabilisiert hat, oder mit Martin Harnik und Georg Niedermeier.“
Ein Lob für Tasci, Niedermeier und Harnik. Doch auch Vedad Ibisevic kommt bei Labbadia sehr gut weg. Gefragt, wer denn am Ende der Saison mehr Tore erziele – Julian Schieber oder Cacau – antwortete der VfB-Coach: „Vedad Ibisevic – er ist nun mal der Torjäger schlechthin.“

Warten auf den Japaner Sakai

Die Qualität beim VfB ist also vorhanden. Man darf gespannt sein, ob die Schwaben an die Leistungen der Rückrunde anknüpfen und mehr Konstanz in ihr eigenes Spiel bringen können. Wichtig dafür ist laut Labbadia auch Sakai, der gerade mit Japan bei Olympia für Furore sorgt. „Ich hoffe, dass Japan gut spielt, aber nicht bis ins Finale kommt, weil uns Sakai sonst lange fehlen würde. Und wir brauchen ihn in der neuen Saison. Eine Medaille kriegt er dann von uns“, unterstrich der 46-Jährige dessen Wichtigkeit.

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