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Die China-Reise der Bayern war ein voller Erfolg, auch für Robben, der wieder lächeln kann. Aber jetzt ist er zurück und muss sich seinen Dämonen stellen, nämlich den eigenen Fans.

München. Der FC Bayern München ist zurück von seinen Asien-Trip. Mit ihm auch Sorgenkind Arjen Robben. Anlässlich des Paulaner Cups des Südens in Ingolstadt, tritt der Holländer erstmals wieder vor den Münchner-Anhängern an. Verarbeitet hat der Flügelflitzer die Pfiffe, aber vergessen noch lange nicht.

Stachel sitzt tief

Zwar lief die Vorbereitung für den 60-fachen niederländischen Nationalspieler bisher zufriedenstellend und auch seine Laune ist wieder gestiegen, allerdings konnte der 28-Jährige die Pfiffe der Münchner-Fans nach den verpassten drei Titeln der Vorsaison nicht gänzlich vergessen. Dennoch versuche er nach vorne zu schauen.

„Das liegt hinter uns. Es war nicht schön und richtig enttäuschend für mich. Ich gehe davon aus, dass es nicht mehr vorkommt“, sagte er im kicker. Aber wie schon erwähnt, vergessen konnte der Rechtsaußen die Schmähungen und den Protest der FC Bayern-Anhänger nicht. „Als richtiger Fan pfeifst du einen eigenen Spieler nicht aus“, meinte er weiter und zeigte auf, wie sehr ihn diese Reaktionen getroffen haben.

Brisante Partie

Dieses Mal muss Robben nicht nur unter den Augen der Fans spielen, sondern ihnen sogar direkt in die Augen schauen. Denn während des Paulaner Cups trifft die Mannschaft von der Isar auf ihre eigenen Anhänger, die unter 13.500 Bewerbern ausgesucht wurden. Das da der eine oder andere von der Anti-Robben-Fraktion dabei sein könnte, ist nur allzu denkbar.

Der Abwehrblock, den der Niederländer diesmal knacken will, ist womöglich der Block, der ihn so leidenschaftlich von der Tribüne bekämpft hatte und dies nun auf dem Spielfeld erneut tun kann. Dieses Mal sogar mit ganzem Körpereinsatz. Unter diesem Stern wird es sicher eine spannende und vielleicht sogar kritische Partie auf dem Rasen. Denn auf der Tribüne werden die, die nicht auserkoren wurden, um gegen ihren „verhassten Lieblingsspieler“ zu spielen, die Fan-Auswahl sicher aufpeitschen. Es wird interessant zu beobachten, wie sich Robben dieser Lage erwehrt.

Robben hofft auf Akzeptanz

Er werde, wie immer professionell Auftreten und sein Spiel spielen. Der Linksfuß hoffe von den Fans akzeptiert zu werden, aber stellte im Interview mit sport1 auch klar, dass er sich nicht verbiegen werde. „Entweder man akzeptiert mich so, oder nicht“, erklärte er.

Auch das angespannte und kriselnde Verhältnis zu Frank Ribery, mit dem Robben letzte Saison eine handfeste Auseinandersetzung hatte, sei auf dem Weg der Besserung. „Man muss im Leben manchmal auch vergeben.  Er hat sich gleich entschuldigt. Anfangs war das ganz schwer zu akzeptieren. Jetzt ist es gut“, so der Niederländer. Er wollle nun „alles dafür tun, dass wir gut zusammenarbeiten.“



„Titel müssen her“

All die Probleme aus der Vorsaison gehören der Vergangenheit an, so der Mittelfeldspieler und seine Konzentration gelte nun der neuen Saison und da müsse der FC Bayern die Meisterschaft gewinnen. „Der FC Bayern will immer Meister werden, gerade wenn er es zweimal nicht wurde. Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir die Schale zurückholen. Wir alle wollen die Dortmunder stoppen.“

Auch der Konkurrenz in den eigenen Reihen sagt der 28-Jährige den Kampf an. Dass er sich in einer Reservistenrolle wiederfinden könnte, sei undenkbar und: „Das wird auch nicht passieren.“

EURE MEINUNG: Kann sich Robben an der Säbener Straße wieder die Sympathien der Fans erspielen?
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