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Im Volksmund gelten die Schwaben als sparsam. Diese Tugend muss auch der VfB Stuttgart in diesen Tagen demonstrieren und vermehrt auf die Jugend setzen. Der Weg ist bisher gut.

Stuttgart. Die Jugendarbeit des VfB Stuttgart besitzt bundesweit einen hervorragenden Ruf. Ob Kevin Kuranyi, Sami Khedira oder auch Serdar Tasci. Stets hat der schwäbische Traditionsverein eigenen Nachwuchsspielern eine Chance gegeben, die beeindruckend genutzt worden ist. Sportlich und finanziell.

Sparsame Schwaben


Es gab Zeiten, da konnte man beim Verein für Bewegungsspiele gut dotierte Verträge abschließen. Durch die zahlreichen Europapokal- und zeitweise sogar Champions League-Teilnahmen war genügend Geld vorhanden, um zahlreiche Nationalspieler entsprechend entlohnen zu können. Dies gehört jedoch nun der Vergangenheit an.

Erinnerung an die „Jungen Wilden“


Das neue Motto in der Schwabenmetropole lautet daher: „Aus der Not eine Jugend machen“, denn mit den exzellent ausgebildeten Spielern aus dem eigenen Nachwuchs kann Identifikation geschaffen und hohe Gehälter eingespart werden. Schon Anfang des Millenniums hat der VfB den Begriff der „Jungen Wilden“ salonfähig gemacht, als Akteure wie Timo Hildebrand, Andreas Hinkel oder Kevin Kuranyi für das Team mit dem roten Brustring zum Einsatz gekommen sind.

Leno-Verkauf sichert Plus


Deshalb hat sich auf der Mitgliederversammlung in der Mercedes-Benz-Arena VfB-Präsident Gerd Mäuser auch wie folgt zum Jugend-Stil des Vereins geäußert: „Er ist sportlich und wirtschaftlich notwendig.“ Immerhin konnte im Geschäftsjahr 2011 nur ein Plus von mickrigen 71 000 Euro erwirtschaftet werden. Ohne den acht Millionen-Euro-Verkauf von Torwart Bern Leno hätte sich diese Bilanz deutlich negativer gelesen.

Verschuldung und Gehaltskosten gesenkt


In Stuttgart ist man realistisch geworden. Deshalb erklärt auch der Finanzvorstand Ulrich Ruf gegenüber der vereinseigenen Homepage: „Das stützt unseren Kurs, auf die Jugend zu setzen.“ Nach Angaben des Vereins ist der Umsatz mit 116,969 Millionen Euro ungefähr in ähnlichen Dimensionen wie 2010 gewesen (117,7029) gewesen. Ebenso ernüchternd, dass auch das Vereinsvermögen bei 21,6 Millionen Euro stagniert. Es gibt jedoch auch positive Nachrichten aus dem Finanzsektor, denn die Verschuldung wurde von 12,7 auf 4,7 Millionen Euro gesenkt, während auch die Gehaltskosten des Profikaders von 56,7 auf nur noch 47,282 Millionen Euro reduziert werden konnten.

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